Trailer Park Boys

Veröffentlicht in Projekte, Studium Mit Tags, , , bei Juli 14, 2008 von Jarra

Nach dem umfangreichen Produktionstagebuch, gibt es nun endlich bewegtes Bild zu unserem Kurzfilm Blues’ Sky.  Bevor in nächster Zeit sicher der erste offizielle Trailer zu Blues’ Sky vom Stapel läuft, gibt es nun erst einmal einen kleinen Blick hinter die Kulissen. Der Trailer zum Making Of Into The Blue(s), den ich zwecks praktischer Prüfung im Studium produziert habe, ist nun fertig und bietet bereits 5 Minuten amüsante Momentaufnahmen aus der Drehwoche von Blues’ Sky. Das fertige Making Of wird mit der DVD des Hauptfilms ausgeliefert, doch auch jetzt schonmal viel Vergnügen!

 

!!BACK SOON!!

Timecode

Veröffentlicht in Studium Mit Tags, , , , , , bei Juli 3, 2008 von Jarra

Neben der Produktion von Anti Aids Spots (Erlebnisberichte demnächst an dieser Stelle) und Kurzfilmen, stand auch noch eine Regieübung bei Dozent Marc Hertel an - diesmal unter meiner Regie. Kollege Andreas Wiechert hatte die, durchaus umfangreiche, Szene geschrieben, die mich zu einem Experiment verleitete: Die Szene, die konventionell in mehr als 10 Einstellungen hätte aufgelöst werden müssen, um adequat wiedergegeben zu werden, in nur zwei Einstellungen darstellen - eine Herausforderung, die in der einen Stunde Produktionszeit (inkl. Darstellerbesprechung, Stellprobe, Technikeinrichtung und Dreh) nicht auf ganzer Linie als Erfolg zu verzeichnen ist, aber immerhin das Beste aus dem vorhandenen Material herausgeholt hat. An der Kamera stand Marc Menningmann, Aufnahmeleitung übernahm Christoph Schalenbach, das Licht kam von Alexander Zibold, für den Ton zeichnete sich Daniel Liebelt verantwortlich. Vor der Kamera agierten Marc Phillips und Sarah David

 

A Traveller’s Diary

Veröffentlicht in Studium Mit Tags, , , , , , , , , , , , bei Juli 2, 2008 von Jarra

Eine wunderbare Drehwoche in Schieder / Blomberg ist inzwischen ins Land gegangen. Anbei ein kleines Memoriam meiner Erlebnisse beim Dreh zu Wenn heute noch gestern ist…

Mittwoch, 25.06.08

Sieg!

Um 13Uhr ab Köln ging die große Fahrt los - knapp drei Stunden sollte sie uns über die Autobahn bis nach Schieder (Drehort) bzw. Blomberg (Unterkunft) führen. Bei Ankuft nahmen wir zunächst Schloss Schieder, den Haupthandlungsort des Filmes unter die Lupe - ein hübsches, herrschaftliches Gebäude, umgeben von Kur- und Erholungsanlagen. Fast paradiesisch, wenn die hier (im Film) veranstaltete Feier nicht ein dunkles Geheimnis bürgen würde.

Nachdem das Team wieder vereint war an Ort und Stelle, ging es zunächst ans Ausladen und erste Technikchecks. Das Kernteam, Regie Marc Menningmann, Regie-Assistenz Lynn Cruchten, Produktion Mareike Braun, Continuity und Schnitt Tamim Haron sowie Kamera und Buch Dennis Becker, machten inzwischen schon alles bereit um die Schauspieler, die ebenfalls für die Drehzeit hier vor Ort einquartiert wurden, zu empfangen. Das Helferteam, also wir, Christian Glassl (Licht & Kamera Assistenz), Christoph Tillmanns (Aufnahmeleitung) und ich, Dominik Krug (Ton), sowie Charlotte Rolfes aus dem zweiten Semester, zuständig für die Ausstattung, komplettierten somit den bunten Reigen.

Als erstes lernten wir Susanne Bohlmann kennen, die die Hauptrolle der Anne, übernehmen würde - sie war bereits ab Köln dabei. Dann stellte sich Robert Lenkey vor, der den Peter, Oberhaupt der Familie und Geburtstagskind, mimen würde. Julian Schmieder als Daniel Berglund würde den gefallenen Sohn spielen. Björn Bugri als Matthias und Daniel Wagner als Holger vervollständigten dann den Darstellerkader.

Während ich mein Tonequipment durchcheckte gabs eine kurze Ansprache seitens der Regie, alle wurden sich noch einmal gegenseitig vorgestellt und damit war das Programm für uns Helfer auch für heute abgehakt.

Pünktlich zum Abendessen begab sich Regisseur Marc dann noch in eine hitzige Schauspielerbesprechung, die stellenweise zu Diskussionen über das Drehbuch führte, aber der Kopf des Teams behielt selbigen immer schön kühl.

Mit Ach und Krach schafften wir es dann um 20:45 in die heimische Wohnung am Dorfplatz in Blomberg, pünktlich um mit Team und Schauspielern, wie eine große Familie, das EM-Spiel Deutschland gegen Türkei zu genießen. Ich muss nicht erwähnen, dass wir an dem Abend alle zufrieden und bester Dinge ins Bett gingen, natürlich nur, nachdem auf dem kleinen Dorfplatz angemessen gefeiert worden war.

 

Donnerstag, 26.06.08

Zu Tisch

Das erste Drehtag stand an. Das bedeutete um halb 6 raus aus den (doch durchaus gemütlichen) Federn, Kaffee getankt und ab nach Schieder. Eine große Anzahl von Komparsen wurde ebenfalls für heute erwartet, weshalb die Zeit bereits zu Beginn etwas drängte, aber das Team schien alles unter Kontrolle zu haben.

Nach einigen wenigen Takes, die ohne Komparsen auskamen, stellte ich bereits fest, dass die Tonaufnahmen eine Herausforderung werden würden. Draußen vor dem Fenster ackerten die Bauarbeiter mit Planierraupe und Bagger, Innen knarrten die alten Dielen und bildeten zusammen ein ständiges Geräuschstakkato, welches viel Bewegung schon von vorneherein ausschloss. Irgendwie liefs…auch dank der Kooperation der Bauarbeiter, die das ein oder andere Päuschen einlegten.

Alsbald gab sich auch die Presse die Ehre, interviewte Team und Darsteller und versprach bereits morgen einen Artikel im Stadtblatt zu veröffentlichen.

Nach einigen Stunden Arbeit, bekam ich Untersützung in Form meines brandneuen Ton Assis, Johannes Bert, der fortan die Tonangel schwingen durfte, während ich fleissig pegelte, außerdem untersützte uns heute nun auch Dozent Stephan Brüggenthies, wie schon bei Blues’ Sky, nur das er diesmal gar mit der ganzen Familie angereist war und sein Sohn Simon Brüggenthies die Rolle des Jakob übernehmen würde, und das von Erfolg gekrönt! Er stand den Profis in Nichts nach. Apropos Profi, für die professionelle Maske unserer Darsteller kümmerte sich Nicole Masztalerz.

Der gesamte Drehtag, so lang er auch war, fluppte und abends waren wir wieder alle pünktlich zum nächsten EM-Spiel zuhause vor dem Fernseher. Was will man mehr? Das hält die Motivation hoch, an dieser Stelle auch ein Dank an den Biersponsor Detmold. :-)

 

Freitag, 27.06.08

Ein Bett im Kornfeld

An diesem Tag wurde das Schloss abgedreht und die Komparsen kamen ein letztes Mal vorbei. Der Job war nach gestern bereits mehr oder weniger Routine, das Staging der freiwilligen Mitwirkenden gestaltete sich als ebenso abenteuerlich wie am ersten Tag, funktionierte aber, ebenso wie der Darstellerkader, der sich gewohnt professionell und verträglich gab.

Insgesamt gesehen war es ein ziemlich entspannter Drehtag, so entspannt, dass wir uns um 18Uhr auf Einladung von Mareikes Großeltern, Herrn und Frau Brinksmaier, zum Abendessen in einem kleinen gemütlichen Restaurant Zum Alten Jäger einfanden und uns dort vom Karl, dem Schankwirt, verwöhnen liesen.

Doch war damit Schicht? Weit gefehlt, als die Sonne begann hinter den Feldern zu versinken, schnappten wir uns noch einmal unser Equipment, zwischen Hauptgang und Nachtisch, und begaben uns hinter das Gebäude, auf einen Feldweg, wo Julian Schmieder eine großartige Darbietung hinlegte…die Atmosphäre und Stimmung war so dicht und magisch, wie ich sie selten erlebt habe. Mein Highlight.

Nachdem abgedreht war, sammelten wir alle Teammitglieder (auch die fast verschollenen Tilli und Chris) wieder ein und machten uns auf den Weg in die Wohnung. Die Nacht sollte kurz werden, die nächste Szene sollte nämlich im Morgengrauen stattfinden! Also nichts wie ab ins Bett.

 

Samstag, 28.06.08

Abschied

Gesagt, getan. 3:30 wars Zeit zum Aufstehen. Ein kleines Team, bestehend aus Marc, Dennis, Mareike, Lynn, Tamim und mir, sowie Julian und Susanne machte sich auf den Weg zum Bauernhof von Mareikes Großeltern, wo heute das große Finale stattfinden würde, doch wir waren hier zunächst für ein kleines Intermezzo. Daniels Rückkehr im Morgengrauen wurde die bis dato emotionalste Szene des Films und nicht wenige der Anwesenden mussten sich die ein -oder andere Träne verkneifen.

Alles in allem ging alles aber so schnell und zur allgemeinen Zufriedenheit über die Bühne, ich kam nicht einmal dazu groß Kaffee zu trinken, aber während die anderen die Zeit bis 8Uhr nutzten um noch eine Mütze voll Schlaf mitzunehmen, lies mir mein, wenn auch geringer, Koffeinkonsum nichts anderes übrig als etwas zu lesen oder mir die Zeit anderweitig zu vertreiben. Tja.

Für heute war sogar ein Linienbus gemietet worden. Die Szene an der kleinen Landstraßenhaltestelle gestaltete sich mitunter als die komplizierteste. Nicht nur, dass sobald die Kamera lief, die Straße von Tilli und Lynn, unter Einsatz ihres Lebens, geblockt werden musste, nein, auch Wind und Wetter setzten uns ziemlich zu - alle waren durchnässt und auch die Technik machte nicht alles mit. Wir waren alle froh, als die Szene abgedreht war und uns eine kurze Pause in unserer Wohnung gewährt wurde.

Nach kurzer Stärkung auf dem Bauernhof gings an den Rest des Programms, wie schon erwähnt, die große Auflösung des Films, aber ich will nicht zu viel verraten. Der Umschwung von kalt und nass zu lauschig warm im Elternschlafzimmer und der Schlafmangel bekamen mir aber weniger gut, weshalb mir zu einem Zeitpunkt fast die Lichter ausgingen. Dank der Verarztung durch Charlotte konnte ich aber schon bald wieder die Angel schwingen.

Gegen Abend packten wir dann unsere Sachen, verabschiedeten uns und machten, dass wir nach hause kamen. Dort erwartete uns eine Überraschung: Julian hatte inzwischen den Kochlöffel in die Hand genommen und servierte uns ein traumhaftes Abendessen. Alle machten sich wie sechsköpfige Raupen über Pasta, Soße und Gemüse her und schlugen sich die Bäuche voll.

Doch danach hieß es Abschied nehmen. Zwar würde morgen noch eine kurze Szene gedreht, aber aufgrund diverser Platzmängel an allen Ecken und Enden, wurden Lynn, Chris und ich bereits an diesem Abend entlassen. Nach herzlicher Verabschiedung startete gegen etwa 23Uhr die abenteuerreiche Rückfahrt in die Zivilisation…warum ich dann erst um 5 Uhr im Bett lag, das ist eine ganz andere Geschichte…

Abschließend kann ich behaupten eine grandiose Drehwoche in Schieder verbracht zu haben und bin bester Dinge, dass ein toller Film entstanden ist. Ich fiebere bereits der Premiere entgegen, die, wie könnte es anders sein, in Schieder stattfinden soll.

Ach ja, der Zeitungsartikel wurde uns wirklich zur Ehre gereicht, auch wenn ich eins gelernt hab: Tonmänner bringen es selten zu Ruhm, werden sie doch nie namentlich erwähnt ;-)

Diary of the Dead

Veröffentlicht in Studium Mit Tags, , , , , , , , , bei Juni 18, 2008 von Jarra

Anbei mein kleines Produktionstagebuch zu unserem Blues’ Sky Dreh. Mit täglichen Updates.

Mittwoch, 18.06.08

Jochen Stern als Heinz Eberhardt

Der erste Drehtag ist beendet…und was für ein Tag! So einiges ging noch schief, aber um eine Erfahrung ist man immer reicher, immerhin lief ebensoviel schon in die gewünschte Richtung.

Um 8:30 traf das Team nach und nach am Quirlsberg in Bergisch Gladbach ein, wo die erste Szene unseres Films im dortigen Seniorenzentrum stattfinden sollte. Während unser Basislager in der Kapelle des angrenzenden Friedhofs (natürlich mit Genehmigung) aufgebaut worden war, gings hoch auf Oberdeck. Auf der Sonnenterasse des Seniorenzentrums wurde dann der Technikpark aufgebaut, während unsere Darsteller für betreffende Szene, Hauptdarsteller Ulrich Gebauer als Harald Blaumer, und Jochen Stern als Heinz Eberhardt, ein alter Bandkollege (der uns ein tolles Drumsolo auf Porzellan bescherte - siehe Foto) von Herrn Tillmanns, unserer Regie, eingeführt wurden. Da an für diesen Tag keine Komparsen am Set waren, habe ich mich als Regieassistenz darum bemüht an allen Ecken und Enden auszuhelfen, wo eben gerade eine helfende Hand gebraucht wurde, z.B. beim Buchstabenaufkleben auf reservierten Grabstein für eine spätere Szene am Tag. Eine grandiose Aussicht auf der Sonnenterasse entschädigte uns alle Tonprobleme, die ein so hoch gelegener Ort mit sich bringt…aber nach dem zehnten Krankenwagen liesen die Sirenen selbst die Darsteller nicht mehr kalt.

 Ärgerlich, aber wir haben uns letztich durchgesetzt. Unser 35mm Adapter leistete gute Dienste, obwohl auch hier nicht gleich alles zum besten bestellt war, und so manchen Nerv kostete. Vor allen den Zeitaufwand hatten wir in vielerlei Hinsicht unterschätzt. Dennoch, Alex Zibold als Director of Photographie und sein Assi Dennis Becker leisteten ganze Arbeit. Zwischendurch unterstütze unser Team auch Dozent Stefan Brüggenthies, der uns mit Rat und Tat zur Seite stand - und uns zeigte, wie man sich richtig eincremt und vor Sonnebrannt schützt.

Nach einer kurzen weiteren Szene vor dem Seniorenzentrum mit Gisela Oehlschläger als schwerhörige Rentnerin, die nur ermöglicht wurde durch kollegiales Auftreten der dortigen Bauarbeiter, die für uns extra 15 Minuten Pause einlegten, ging es erstmal in die wohlverdiente Mittagspause.

Danach wurden noch einmal alle Kräfte mobilisert, und jeder der gerade frei war, wurde in unsere Trauerkapelle gesteckt, die an Harald, der vor dem Grab seiner Frau Nora steht, vorbei. Wir trugen, getrieben von unserem Trompeter Phillip … und When The Saints Go Marching In den krummen Jupp zu Grabe, stilsicher mit roten Nasen und Bollerwagen. Für Ulli Gebauer war der Drehtag dann bald abgeschlossen und für ihn gings zurück ins Hotel. An dieser Stelle nochmal besonderes Kompliment an Produktion und Aufnahmeleitung Christian Glassl für den nahezu reibungslosen Ablauf des gesamten Drehtags.

Für uns stand aber noch eine letzte wichtige Szene auf dem Plan, welche mit Antje Widdra als Ina Tokarski, Haralds Kollegin, und spektakulrären Dollyfahrten realisiert wurde. Als uns dann aber der namensgebende blaue Himmel den Dienst versagen wollte, mussten wir in den sauren Apfel beissen. Doch damit hatten auch ganz andere Regisseure schon zu kämpfen, wie Akira Kurosawa, der sich für das Ende von Rashomon ja lieber einen verhangenen Himmel gewünscht hätte, anstatt makellosem Sonnenschein. Kurosawa-san, tauschen? 

Nach dem Aufräumen waren alle doch ziemlich geschafft, doch morgen steht ja bereits der nächste große Drehtag an.  Ob diesmal mit oder ohne Adapter, steht noch in den Sternen. Gute Nacht!

 

Donnerstag, 19.06.08

Monika aka böse Sekretärin und Kameramann Alex

Was für ein anstregender Tag. Aber lohnend. Heute gings an sämtliche Büroszenen, freundlicherweise zur Verfügung gestellt von der LVR, unweit der Köln ArenaAntje Widdra, Patrick Heyn (als Henning Brust) und Ulli Gebauer gaben dabei den Ton an. Da wir aber nur ein kleines Zeitfenster für drei Szenen hatten, artete der Vormittag tatsächlich in ziemliche Arbeit aus. Es mussten Kompromisse gefunden werden und das Team gab sich größte Mühe, die Szenen schnell und effizient abzudrehen. Löblich erwähnen sollte man dabei die Unterstützung von Dennis Becker (Kamerassi / Licht), Tamim Haron (Ton / Sounddesign) und Oskar Weber (Grip) - und natürlich das tolle Catering, für das sich Mareike Braun und Lynn Cruchten verantwortlich zeichneten. Oft unterschätzt, aber trotzdem lebenswichtig: Unser Fahrer und Best Boy Marc Mennigmann - heute hat er sich tatsächlich gewünscht einen Zwilling zu haben um an zwei Orten gleichzeitig sein zu können.

Wir zogen anschließend um um das Treffen von Harald und Adam Wegener, gespielt von Erwin Geisler in einem kleinen Bürogebäude in Kalk darzustellen. Doch ehe Harald zu seinem schwerreichen, ehemaligen Kollegen vordringen kann, muss er erst an dessen Sekretärin vorbei, dargestellt von Martina Eitner-Acheampong, bekannt als Erika aus Stromberg. Kein leichtes Unterfangen, der restliche Drehtag ging dafür umso entspannter über die Bühne. Im Übrigen haben ich und Kollege Florian Bell sich mal ne Kamera geschnappt und ein wenig Making Of gefilmt. Demnächst hier in diesem Blog und natürlich auf der fertigen DVD!

 Ach ja, und Deutschland hat auch gegen Portugal gewonnen - die Hälfte hab ich allerdings nur im Autoradio gehört, auf dem Weg von getaner Arbeit in den nächsten Biergarten. Hat Stil!  

 

Freitag, 20.06.08

Der große Auftritt

Drehtag 3. Die Stimmung ist am Boden. Quatsch! Heute so gut wie nie zuvor. Nach dem erfolggekrönten Drehtag gestern, gings heute an den Höhepunkt: Das Konzert in der Vorstandsbar - heute sollten all unsere Schauspieler noch einmal aufeinandertreffen zum Showdown.

Um 8:30 waren wir vor Ort in Köln Nippes im Vier Grad Theater, wo zunächst einmal allgemeine Planung und Technikaufbau auf dem Programm stand. Natürlich erst nach einem dicken Becher Kaffee. Nach allerlei Rumräumerei kamen die ersten Komparsen um das Publikum zu stellen, mein Themenbereich als Regieassistenz, dummerweise ergab es sich, dass letzten Endes weniger Komparsen (2) als Schauspieler zugegeben waren (4), weshalb mal wieder das ein oder andere Teammitglied einspringen musste.

Ich selber durfte an einem Tisch mit Walter Gontermann sitzen, der den Erwin Emmerich spielt und sich einen dicken Cocktail genehmigt. Im Anschluss an die Szenen von der Bühne ins Publikum baute unsere Band, die auch den Soundtrack zu Blues’ Sky eingespielt hat (ein echter Ohrwurm, wie sich nach dem Drehtag herausstellte, jedes Teammitglied pfiff mit), ihre Instrumente auf.

So trafen dann schließlich Ulrich Gebauer, Jochen Stern, Erwin Geisler und Walter Gontermann aufeinander. Ganz großes Kino! Der Drehtag ging dann mit dieser großartigen Jamsession zuende, fast so genial wie das gestrige Spiel Deutschland gegen Portugal :-) So denn, two days to go…Morgen mit Special Guest!

 

Samstag, 21.06.08

Auch Stars müssen in die Maske

Heute ging es zunächst wieder nach Bergisch Gladbach. Hier würde Harald Blaumer heute seinen dritten und letzten ehemaligen Freund Erwin Emmerich (alias Walter Gontermann) besuchen.

Während wir im Wohnzimmer drehten, fiel ein Bild von der Wand, ein Gag, der spontan in den Film aufgenommen wurde. Interessant zu beobachten, wie sich der Film inzwischen vom eigentlichen Buch differenziert…was sicher nicht schlecht ist. Man merkt dem ganzen deutlich Tillies persönliche Note an, und was kann es besseres geben als eine eindeutige, individuelle Handschrift?

Nach diesen eher ruhigen Szenen und einem leckeren Mittagsessen gings zurück nach Köln, in die Räumlichkeiten der Pan Klinik am Neumarkt. Hier empfingen wir aufgeregt unseren Ehrengast: Christoph Maria Herbst würde uns nämlich den Arzt mimen - was er auch, auf unvergleichliche Art und Weise, tat. Die Szenen verliefen reibungslos und alles ging wie am Schnürchen, unseren Ehrengast fügt sich perfekt ein - dabei keine merklichen Anzeichen von Starallüren, es wurde herzlich gescherzt und geflaxt. Gut zu wissen, dass es auch so zu gehen kann im Biz!

Damit war auch dieser Drehtag abgeschlossen und ehe ich mich versehe, steht nur noch ein weiterer bevor. Jetzt wird aber erstmal gegrillt und ein wenig entspannt!

 

Sonntag, 22.06.08

Das Team

Unser letzter großer Tag. Und dieser wurde sogleich von dunklen Wolken überschattet. Zwei noch fehlende Außenaufnahmen und dann so ein wechselhaftes Wetter! Riesig… Bergisch Gladbach zeigte sich janusgesichtig.

Dennoch verlief der Dreh ziemlich glatt, die ”Nervige Nachbarin vs. Ina” - Szene nahm dabei noch am meisten Zeit in Anspruch, als aber endlich die Sonne herauskam, zogen wir um zur vermutlich wichtigsten Szene des Films: Der Spielplatz. Hier lernt Harald endlich wieder zu schätzen, was Träume und Freisein bedeutet. Einige schöne Making Of Momente gelang es mir einzufangen, ehe wieder Wolken aufzogen und wir den Spielplatz wieder verlassen mussten, da unsere weibliche Hauptrolle, Antje Widdra, zurück zum Flughafen musste.

Also blieb eine Location übrig. Harald bei sich zuhaus. Wir warteten den Platzregen ab und machten uns dann, langsam erschöpft, aber froh, an unsere letzte Einstellung. Nach Drehschluss verabschiedeten wir alle herzlich unseren großen Star Ulrich Gebauer, schossen noch Fotos, verpassten dem Making Of ein passendes Ende, und reflektierten bei einem Bierchen in Ehren noch einmal die vergangenen 5 Drehtage. Anstregend wars, aber auch lehrreich. Jetzt ist jeder von uns auf den fertigen Schnitt gespannt, bevor es auf Preisjagd bei diversen Festivals geht ;-)

Eine tolle Zeit geht zuende, aber bereits Mittwoch gehts weiter, in Schieder, nähe Bielefeld, wo ich unsere Partnergruppe bei Wenn heute noch gestern ist… unterstützen werde. Das nächste Produktionstagebuch liegt also in Reichweite! Bis dahin!

Total Recall

Veröffentlicht in Now Hearing Mit Tags, , bei Juni 17, 2008 von Jarra

ANBERLIN - Breaking



Do you memorize theatrical lines
that seem to lead them in
Play the role with the good girl heart
oh the tangled web within
Who was it that lead you on
that made you want to hurt me so
Who are you out to forget
who’s forgot you long ago


Do you still feel it
calling in the act tonight
do you still feel it
seems like you’ve done this before
You make breaking hearts look so easy
seem like you’ve done this before
You’ve got breaking hearts all but down
and you’ve done this, you’ve done this before
You make stealing hearts look so easy
Where is the girl I adore
You’ve got breaking up all but down
I can’t love a thief anymore


Do you collect the souls you’ve lost
in the top of your dresser drawer
count the number of tears displaced
on lonely bedroom floors
where the shape of your heart once was
slowly takes the place of you
will they hold the memories now
of the love I though I knew


Do you still feel it
calling in the act tonight
Do you still feel it
Seems like you’ve done this before
You make breaking hearts look so easy
seems like you’ve done this before
You’ve got breaking up all but down
and you’ve done this, you’ve done this before
You make stealing hearts look so easy
Where is the girl I adore
You’ve got breaking up all but down
and I can’t love a thief anymore


You make breaking hearts look so easy
You’ve got breaking up all but down
You make breaking hearts look so easy
Seems like you’ve done this before
You’ve got breaking hearts all but down
You’ve done this, you’ve done this before


The most you could hope to be
now just a bitter sweet memory

Blues Brothers

Veröffentlicht in Studium Mit Tags, , , , , , , , , bei Mai 31, 2008 von Jarra

 

Ein Film von Christoph Tillmanns

Nach einem Buch von Dominik Krug

 

Harald Blaumer, ein verwitweter Herr kurz vor der Rente, ist unheilbar an Krebs erkrankt und hat nun noch maximal 3 Monate. Das Leben hat für ihn keinen Sinn mehr. Ein Leben lang hat er gearbeitet um sich irgendwann seine Träume zu erfüllen, hat andere Bedürfnisse zurückgestellt, und nun steht er vor dem Nichts. Er zieht sich in seine eigene Innenwelt zurück und schottet sich von der Welt ab. Erst als er verbittert vor dem Grab seiner Frau steht und sein eigenes, noch unbeschriftetes daneben sieht und eine Friedhofskapelle um die Ecke biegt, die Luft erfüllt von Jazz –und Beboptönen, erwacht der unheilbar Kranke aus seinem Dämmerzustand: Ein längst vergessener Traum wird wieder in ihm wach. Er hat ein Ziel!

Harald greift wieder zur längst eingemotteten Jazztrompete und macht sich auf die Mission sein altes Bluesquartett wiederzuvereinigen. Er muss jedoch feststellen, dass die lange Zeit auch seine ehemaligen Bandmitglieder verändert hat – der eine ein schwerreicher Geschäftsmann, der nur noch Sinn für Geldnoten statt Musik hat, ein anderer inzwischen im Altenheim, der letzte unter dem Pantoffel seiner herrischen Ehefrau. Die Verwirklichung von Haralds altem Traum, noch einmal mit seiner Band „Himmelblau“ auf der Bühne stehen, gestaltet sich als ungleich komplizierter als gedacht und nur seine Verbissenheit und Liebe zur Musik treiben ihn noch voran. Mit Hilfe seiner jungen Kollegin Ina schmiedet Harald einen Plan, ein letztes Aufbäumen, denn Haralds Zeit läuft langsam ab. Was bleibt, ist einmal wirklich frei zu sein…

 

Eine poetische Tragödie, voller Musik und Gefühl, gespickt mit einer Prise bissigem Humor, komponiert als Ode an das Altwerden, Verlust und den Kampf um die Verwirklichung seiner Träume. Mit Starbesetzung.

Death Proof

Veröffentlicht in Projekte, Studium Mit Tags, , , , , , bei Mai 28, 2008 von Jarra

 

Nach dem Erfolg unserer Stopmotion-Produktion Die Zeitungsmaschine sind Marc Menningmann, Christoph Tillmanns, Florian Bell und ich mal wieder losgezogen um das nächste Projekt zu realisieren. Diesmal: Greenscreen. Entstanden ist, nach meinem Buch und unter meiner Regie, der dritte Teil einer humoristischen Reihe über die weltbekannten Menningmann – Zwillinge, denen Christoph ursprünglich Leben eingehaucht hatte (Teil 1 und 2). Diesmal fungierte er als Kameramann. Florian war unser Stuntfahrer, Aufnahmeleiter und Mädchen für alles, während Marc selbstverständlich gleich in doppelter Ausführung die Hauptrolle und im Nachhinein auch noch die Postproduktion übernahm. Viel Spaß mit Die nie enden wollende Geschichte der Menningmann Zwillinge – Straße des Todes!

 

In The Mood For Love

Veröffentlicht in Studium Mit Tags, , , , , , bei Mai 27, 2008 von Jarra

 

Gib Aids keine Chance

Jüngst konnte ich die Regie für ein soziales Projekt ergattern: Die MFM Köln dreht Werbespots für die „Gib Aids keine Chance“-Kampagne. Im Zuge dessen veranstalten wir für meinen „Zeitstrahl-Spot“, nach einer Idee von Mareike Braun und Lynn Cruchten, am Samstag, den 07.06., ein Casting, offen für jeden der Interesse hat, in den Räumen der Macromedia. Der Clip spielt komplett vor weißem Hintergrund, vor diesem zeigen wir unterschiedlichste Menschen, was Herkunft, Alter, Statur, Beruf, etc. angeht. Die Reihen- und Abfolge dieser  Menschen (nach der Entscheidung 8 an der Zahl), orientiert sich an jeder sechsten und jeder zehnten Sekunde (die Gesamtlänge beträgt 30 Sekunden). Denn: Laut Statistik infiziert sich alle 6 Sekunden ein Mensch auf der Welt mit HIV…und alle 10 stirbt ein weiterer an AIDS.

Wer Interesse hat soziales Engagement zu zeigen und an unserem Projekt teilzunehmen, der kann sich unter straydogspictures@gmail.com anmelden!

Es entstehen übrigens noch drei weitere Spots aus unseren Reihen, bei One Night Stand (Regie: Dennis Becker) helfe ich als Aufnahmeleitung aus, für Cybersex (Regie: Simone Dröge) habe ich das Konzept entwickelt und mit letzterem, Vampir (Regie: Christian Wadenpohl) nach einer Geschichte von Florian Bell hab ich tatsächlich ausnahmsweise mal gar nichts zu tun.

28 Days Later

Veröffentlicht in Projekte, Studium Mit Tags, , , , , bei Mai 10, 2008 von Jarra

Zombies im Nebel

Diese Zeilen tippe ich nun aus dem sonnigen Kenzingen bei Freiburg. Hier findet am Wochenende ein Kurzfilmdreh von Kollege Alexander Zibold und mir als Regieassi statt, der sich das (zugegebenermaßen) große Vorbild [REC] ausgesucht hat. Der ca. 5 minütiger Film Second Floor, handelt von der Flucht einiger junger Menschen aus einem Firmengebäude, bewaffnet nur mit einer Kamera.

Zombie Kolja

Gedreht wird in einem alten Firmengebäude des Greschbach-Unternehmens, wo Klangbild Media, die auch das Equipment und Personalkraft gestellt haben, seine Büroräume hat. An der Kamera operiert Rafael Grasse, für die Maske zeichnet sich Cindy Beck verantwortlich - in den Hauptrollen agieren Julian Lickert, Susanne Henneberger und Holger Kugele

Dolly auf Kegelbahn

Zudem hat die MFM endlich eine Entscheidung bezüglich unserer Kurzfilmdrehbücher getroffen, und meine Idee, Blues’ Sky, geht nun tatsächlich in Produktion. Gedreht wird in etwa 6 Wochen und wir sind voller Ambitionen, der Macromedia (oder viel mehr uns selber) einen Kurzfilm zu bescheren, der sich gewaschen hat. Weitere Filme im Rennen sind Wenn heute noch gestern ist von Dennis Becker, Tanz mit dem Postboten von Mareike Braun, sowie Endlich Leben von Andreas Wiechert. Wir sind alle gespannt, was uns da erwartet. Weitere Informationen bezüglich Blues’ Sky und den anderen Produktionen folgen in den nächsten Tagen und Wochen!

Sterne im Mai

Veröffentlicht in Film Mit Tags, , bei Mai 1, 2008 von Jarra

Stray Dogs

Tanz in den Mai. StrayDogs Pictures aktuelle Filmbewertungen für den Monat April, kurz und bündig. Wo der letzte Monat im Zeichen des Oscars stand, stand April eher im Zeichen des Obskuren und des Horrors, aufgrund der jüngst stattgefundenen Fantasy Film Fest Nights in Köln. Highlights: [REC], Diary of the Dead, Inside, Frontier(s).