Spartan

Endlich ist es soweit. Zack Snyders Schlacht bei den Thermophylen ist im Kino gelandet.

300, das steht für entblöste Männerkörper, Six-Packs, marzialische Schlachten und viele aufgespieste Perser. Abgesehen von der Tatsache, dass der Ausgang der Schlacht geschichtlich vorher bekannt ist, bietet man uns 131min gute Unterhaltung mit kleineren Längen.

Zwar ist es durchaus angebracht ab und zu vom Schlachtfeld zurück nach Sparta City zu schalten um sich an Konspirationen zu erfreuen und so etwas abwechslung zu schaffen, aber leider geht dem Film nach den fantastischen Schlachten in der Mitte, gegen Ende leider die Luft aus. Wird bis zur Mitte von geringen Verlusten berichtet, sind zum Schluss dann nur noch eine Hand voll Spartiaten übrig, rund um ihren König Leonidas, die allerdings nicht mehr wirklich was reissen können außer von Pfeilen durchlöchert zu werden. Das hört sich jetzt sehr negativ an, so ist es aber nicht gemeint. Das Ende ist trotz allem gelungen, wenn auch nicht das Highlight, wie man es sonst bei Vergleichfilmen wie Gladiator und Co. gewohnt ist. Hingegen die Abschlusssequenz, in der sich ein neues spartanisches Heer in Gedenken an die 300 formiert, entlässt den Zuschauer zumindest mit einer wohligen Gänsehaut aus dem Kino.

Ästhetisch sehr kunstvoll, aber teilweise auch arg künstlich…das muss sich 300 gefallen lassen…der exzessive Gebrauch von Zeitlupen ist in den Schlachten arg strapaziert, wenn auch Geschmackssache, denn ich bin der Meinung weniger ist oft mehr. Unverständlich bleibt mir allerdings, dass selbst in den ruhigen Szenen back home oft Zeitlupen verwendet werden, die großspurig Geschehnisse ankündigen, aber dann eigentlich nur aus Spass an der Freude verwendet wurden. Hätte man einige Kampfszenen und die ruhigen Szenen in normaler Geschwindigkeit ablaufen lassen, so hätte der Film eventuell auch weniger “Längen”…wäre aber bestimmt auch 20 Minuten kürzer. Dennoch, sehenswert alle mal.

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