Spiel mir das Lied vom Tod

Once upon a time, in New York City in 1941…at this club open to all comers to play, night after night, at a club named „Minton’s Play House“ in Harlem, they play jazz sessions competing with each other. Young jazz men with a new sense are gathering. At last they created a new genre itself. They are sick and tired of the conventional fixed style jazz. They’re eager to play jazz more freely as they wish then… in 2071 in the universe… The bounty hunters, who are gathering in the spaceship „Bebop„, will play freely without fear of risky things. They must create new dreams and films by breaking traditional styles. The work, which becomes a new genre itself, will be called… „COWBOY BEBOP

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„Die Bebop, unendliche Weiten. Sternzeitalter 2071. Logbuch des Kapitäns. Das Hühnchen schmeckt wie Gummi…“ So, oder so ähnlich geht es auf diesem alten Kahn zu, der in einer fiktiven Zukunft zwischen den Planeten das Sonnensystems pendelt, immer auf der Jagd nach dem nächsten Kopfgeld. Die Besatzung ist eine illustre Runde von Outlaws, wie sie verschiedener nicht sein könnten. Spike Spiegel, eigentlicher „Held“ der Serie, gibt sich gewohnt cool, aber mit seiner Vergangenheit beim Red Dragon Syndikat konfrontiert, kann er auch ernstere Züge annehmen. Sein Partner und Kapitän der Bebop, Jet Black, hat vor seiner Karriere als Kopfgeldjäger auf der anderen Seite des Gesetztes operiert. Er war Bulle, hat im Einsatz seinen Arm verloren und irgendwann frustriert den Dienst quittiert. Über Faye Valentine, die Femme Fatale der Crew, ist de facto noch weniger bekannt, nichtmal ob dies ihr richtiger Name ist. Fest steht nur, sie ist eigentlich weitaus älter, als man ihr ansieht, aber sie wurde bei einem Unfall, als die Menschheit begann das Universum zu besiedeln, eingefrohren, für Zeiten, in denen die Medizin weit genug wäre, sie zu behandeln. Sie ist chronische Glücksspielerin und fast immer schlecht gelaunt. Die letzten beiden Mitglieder sind die junge Ed, ein Hackergenie von der Erde und der zugelaufene Hund Ein, vermutlich das intelligenteste Wesen im bekannten Raum.   

Nunmehr 10 Jahren sind sie unterwegs, die Spacecowboys, seit das Studio Sunrise sie unter der Leitung von Shinichiro Watanabe, begleitet vom genialen Score einer Yoko Kanno, auf den Weg geschickt hat. Grund genug, anhand eines kleinen Rückblicks den Werdegang der Bebop, und einer der beliebtesten und einflussreichsten Animeserien, nachzuzeichnen.

Erzählt wird das 26-teilige Epos in Episodenform, wobei jede Geschichte in sich abgeschlossen ist und selten zurückgegriffen wird, auf vergangene Episoden. Dies ermöglicht es, bereits etablierte Stimmungen und Charaktermarotten einmal komplett über den Haufen zu schmeissen. Nicht umsonst gilt Cowboy Bebop als der Eintopf unter den Animes. Soviele Genres, wie hier von Episode für Episode, vermischt werden, hat man selten gesehen. Wollte man aber einen Überbegriff finden, könnte man das ganze als „Sci-Film noir Western“ bezeichnen. Nichtsdestotrotz zieht sich ein roter Faden durch die Abenteuer, der oft in Form von Doppelfolgen weitergesponnen wird. Hier stehen Spikes Vergangenheit, seine Fede mit dem Red Dragon Syndikat, seinem ehemaligen Waffenbruder Vicious und seiner Flamme Julia, im Vordergrund (z.B. Jupiter Jazz, The Real Folk Blues, Ballade Of Fallen Angels). Dennoch wird auch den anderen Charakteren viel Platz eingeräumt, jeder bekommt mehrere Episoden spendiert, in der die anderen Protagonisten etwas kürzer treten müssen. Faye ist auf der Suche nach ihrem Gedächtnis (My Funny Valentine, Speak Like A Child, Hard Luck Woman), Jet kämpft mit den Geistern der Vergangenheit (Black Dog Serenade, Boogie Woogie Feng Shui, Ganymede Elegy) und im Falle von Ed, so ist diese auf der Suche nach ihrem leiblichen Vater (Mushroom Samba, Jamming With Edward). Zwischendurch wird das ganze aufgelockert von wohldosierten Comedyepisoden (Toys In The Attic, Stray Dog Strut). Besonders zu empfehlen sind auch die Episoden Cowboy Funk, in der Spike gegen einen Kopfgeldjäger namens Andy antritt, da sich beide auf der Jagd nach dem berüchtigten Teddy Bomber ständig in die Quere kommen und Pierrot Le Fou, in der es Spike mit einem durchgeknallten Killer aufnimmt, der eine Mischung aus Batmans Joker und Pinguin zu sein scheint und unseren Helden in einem Cybervergnügungspark zum letzten Gefecht herausfordert.

Die gesamte Storyspirale schlängelt sich auf diese Weise bis zu einem unausweichlichen Finale, das wahrhaft weiß zu berühren. Dies macht Cowboy Bebop sicherlich zu einer der aufregensten Serien unserer Generation, wenngleich man eingestehen muss, dass die deutsche Synchronisation zwar gut eingesprochen, aber teilweise doch arg vom Original abweicht, und dass die Begrenzung von 25 Minuten pro Episode teilweise den Tiefgang leicht vermissen lässt.

Was soll man abschließend also groß sagen? Für jeden etwas dabei. Mitreissende Story, starke Charaktere, genialer Soundtrack, tolles Szenario. Ganz großes Kino im Serienformat! Aber apropos Kino, Cowboy Bebop hat es ja auch bereits vor geraumer Zeit ins Kino geschafft! Nachfolgend der englische Trailer, der vielleicht Lust auf mehr macht.

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