Blues Brothers

 

Ein Film von Christoph Tillmanns

Nach einem Buch von Dominik Krug

 

Harald Blaumer, ein verwitweter Herr kurz vor der Rente, ist unheilbar an Krebs erkrankt und hat nun noch maximal 3 Monate. Das Leben hat für ihn keinen Sinn mehr. Ein Leben lang hat er gearbeitet um sich irgendwann seine Träume zu erfüllen, hat andere Bedürfnisse zurückgestellt, und nun steht er vor dem Nichts. Er zieht sich in seine eigene Innenwelt zurück und schottet sich von der Welt ab. Erst als er verbittert vor dem Grab seiner Frau steht und sein eigenes, noch unbeschriftetes daneben sieht und eine Friedhofskapelle um die Ecke biegt, die Luft erfüllt von Jazz –und Beboptönen, erwacht der unheilbar Kranke aus seinem Dämmerzustand: Ein längst vergessener Traum wird wieder in ihm wach. Er hat ein Ziel!

Harald greift wieder zur längst eingemotteten Jazztrompete und macht sich auf die Mission sein altes Bluesquartett wiederzuvereinigen. Er muss jedoch feststellen, dass die lange Zeit auch seine ehemaligen Bandmitglieder verändert hat – der eine ein schwerreicher Geschäftsmann, der nur noch Sinn für Geldnoten statt Musik hat, ein anderer inzwischen im Altenheim, der letzte unter dem Pantoffel seiner herrischen Ehefrau. Die Verwirklichung von Haralds altem Traum, noch einmal mit seiner Band „Himmelblau“ auf der Bühne stehen, gestaltet sich als ungleich komplizierter als gedacht und nur seine Verbissenheit und Liebe zur Musik treiben ihn noch voran. Mit Hilfe seiner jungen Kollegin Ina schmiedet Harald einen Plan, ein letztes Aufbäumen, denn Haralds Zeit läuft langsam ab. Was bleibt, ist einmal wirklich frei zu sein…

 

Eine poetische Tragödie, voller Musik und Gefühl, gespickt mit einer Prise bissigem Humor, komponiert als Ode an das Altwerden, Verlust und den Kampf um die Verwirklichung seiner Träume. Mit Starbesetzung.

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