Archiv nach Kategorie "Film"

Summer Scars

Veröffentlicht in Film mit Tags , , am 8. November 2009 von Jarra

(500) Days of Summer

Alle Jahre wieder erscheint eine dieser kleinen Independent-Perlen, die sich einem nahezu ins Gedächtnis brennt – obwohl man ohne große Erwartungen den Film konsumiert. War es vor ca. drei Jahren noch das Regiedebut von Rian Johnson, Brick, eine Art Film noir an einer amerikanischen Highschool, der mich zutiefst geflashed hat und den in meinen Augen total überbewerteten Jungdarsteller Joseph Gordon-Levitt in meiner Gunst etwas steigen hat lassen, so ist es in diesem Jahr – und jetzt kommt der Punkt, der mir, neben der unheimlichen Länge dieses Satzes, besonders zu denken aufgibt, wieder ein Film mit Mr. Levitt in der Hauptrolle: (500) Days of Summer.

Als erklärter Feind von schmalzigen Romantic Comedys (mit Außnahme von Tatsächlich…Liebe – so merkwürdig es klingt…) ging ich, jedoch vorbelastet vom Schnitt vom Abschlussfilm Verrückt/Verliebt, mit gemischten Gefühlen an diesen Film. Soviel sei verraten: Selten, um nicht zu sagen noch nie, hat es ein Film geschafft, meine Zweifel innerhalb der ersten 30 Sekunden und dazu noch bevor das erste Bild zu sehen ist, komplett wegzuwischen. Okay, doch, vielleicht. Einen ähnlichen Effekt hatte glaube ich damals Kill Bill, Vol. 1, der mich zum Tarantino-Jünger konvertiert hat. Aber eine Romantic Comedy, die mit der schriftlichen Botschaft „Any resemblance to people living or dead is purely accidental…“ gefolgt von „Especially you, Jenny Beckman…Bitch“, muss man einfach gern haben, oder?

Und somit beginnt ein Film, unkonventiell as can be – auch wenn die ersten Worte eines anonymen Märchenerzählers das Gegenteil behaupten: „Das ist eine Boy meets Girl-Geschichte…“ Dann lernen wir die beiden Protagonisten kennen. Boy: Tom, ein gutherziger Träumer, der von der großen Liebe besessen ist, und Girl: Summer (Zooey Deschanel), eine dunkelhaarige Schönheit, die weder an dauerhafte Beziehungen noch an die große Liebe oder Schicksal, glaubt.  Doch ehe wir in die eigentliche Handlung eintreten, gibt man uns zu bedenken: „Dies ist keine Liebesgeschichte…“

Die Geschichte selber verläuft non-linear. Es wird gesprungen zwischen verschiedenen Tagen innerhalb dieses 500-Tage Zyklus und damit werden die verschiedenen Etappen der Beziehung von Summer und Tom besucht. Eingeleitet wird jedes Kapitel (die manchmal nur Sekunden dauern) durch eine Grafik von einem Baum, der passend zum Befinden des Protagonisten zu einem Zeitpunkt in voller Blüte steht oder im nächsten karg und skelettiert einsam in der Landschaft steht. Zusätzlich informiert uns eine Zahl über den jeweiligen Tag. Ganz tarantino’esk beginnen wir am Ende, können mit diesem zunächst aber noch nicht viel Anfangen.

So ergibt sich aus einzelnen Puzzleteilen das Bild einer romantischen (aber keineswegs typischen) Beziehung, mit all ihren Höhen und Tiefen. Besonders zu begeistern wissen, neben der Leistung der Protagonisten, die vielen kuriosen und überraschenden Einfälle, Filmzitate und tiefgründige, mitreissende Musikuntermalung, die von The Smith bis Simon and Garfunkel und einer charmanten Karaokeperformance von Joseph Gordon-Levitt reicht. Wenn Tom z.B. nach der ersten Nacht mit seiner Holden musical-like zu You Make My Dreams von Hall & Oates durch L.A.’s Straßen tanzt und beim Blick in eine Windschutzscheibe ein spitzbübisch grinsender Han Solo zurückschaut, fühlt man sich einfach Zuhause. Warum? Weil damit Gedankenspiele Gestalt annehmen, die man sich in überschwinglichen Momenten bereits selber ausgemalt hat, aber nie auch nur entfernt erwartete, sie im Kino zu sehen.

Ohne zuviel zu verraten: Ich bin kein Fan von HSHEs (Hollywood-Standart-Happy-Ends), aber (500) Days of Summer endet versöhnlich, wenig pompös, wenn auch anders, als man annimmt. Würde ich nach einem Makel auf der sonst weißen Weste des Films suchen, wäre er höchstens hier zu finden.

Es ist kaum verwunderlich, dass (500) Days of Summer, wie zuvor bereits Brick, beim Sundance Filmfestival brillieren konnte und somit Zeichen für einen denkwürdigen, charmanten Independent-Streifen gesetzt hat. Hut ab!

Mr. Levitt, das ist dann ein weiterer Punkt an Sie. Vielleicht der Beginn einer wunderbaren Freundschaft…

straydogstraydogstraydogstraydog 

 

Zwei Glorreiche Halunken

Veröffentlicht in Film mit Tags , , am 18. Mai 2009 von Jarra

Filmkritik zu The Good The Bad The Weird (ROK, 2008) R: Kim Ji-Woon

 

The Good The Bad The Weird

 

 

Go West. Was die Petshop Boys schon Mitte der 90iger wussten, hat jetzt offensichtlich auch der asiatische Raum für sich entdeckt. Nach Sukiyaki Western Django (2007) von Japans Vielfilmer Takashi Miike, lief auf dem diesjährigen Fantasy Film Fest Nights The Good, The Bad, The Weird  (OT: Joheun nom nappeun nom isanghan nom) von Kim Jee Woon, der im Vorjahr in Cannes debütierte.

Der Titel macht bereits deutlich, welches große Sergio Leone Vorbild hier angepeilt wurde. Dass der große Klassiker The Good, The Bad and The Ugly (1966) mit diesem Film nicht erreicht werden kann, verwundert sicher niemanden. Ob dieses Werk aus Südkorea jedoch nicht vielleicht eine ganz eigenständige, funktionierende Interpretation darstellt, steht zur Debatte.

 

Kim Jee Woon, der bislang vor allem mit A Bittersweet Life (2005) und A Tale Of Two Sisters (2003) überzeugen konnte, wirft uns hier zurück in den Manchurei-Konflikt um 1930.

Park Chang-i bzw. „the Bad“ (Eiskalt: Lee Byung-hun, der bereits in A Bittersweet Life mit Kim Jee Woon zusammengearbeitet hatte) wird angeheuert, um eine Schatzkarte zu stehlen. Als er jedoch mit seiner wilden Bande Desperados die Eisenbahn überfällt, die den hohen japanischen Würdenträger mit der Karte transportiert, kommt ihm Yoon Tae-goo alias „the Weird“ zuvor (Skurril: Song Kang-ho, der das erste Mal in Park-Chan Wooks Sympathy For Mr. Vengeance (2002) auffallen konnte und auch im Monsterfilm The Host (2006) eine gute Figur gemacht hat), der kurzerhand die Zuginsassen ausnimmt und dann flüchtet. Aufgehalten werden „the Bad“ und „the Weird“ schließlich vom Kopfgeldjäger „the Good“ (Abgebrüht: Jung Woo-sung, bekannt aus The Restless (2006)), der sich zwischen die Fronten stellt. Eine ständig hin -und her wogende Verfolgungsjagd entbrennt, gespickt mit hoch spannenden Shootouts, einer Prise Klamauk und durchdacht choreographierter Action, an deren Ende die Frage steht: Wer wird von den Dreien der letzte sein, der auf den Beinen bleibt?  

 

Auf den ersten Blick sind alle Elemente vertreten, die einen überzeugenden Western ausmachen: Revolverschwingende Schurken, heldenhafte Kopfgeldjäger mit Zigarette im Mundwinkel, Geisterstädte, wahre Männerfreundschaften, offene Prärie, ein Haufen Pferde. An einigen (wenigen) Stellen wirkt dies natürlich arg gewollt und plakativ über einen Film gestülpt, der im Herzen ein Eastern bleibt. Im Gegensatz zu Miikes überdrehten bis absurden Fantasywestern Sukiyaki Western Django funktioniert die Synthese hier jedoch deutlich besser, wirkt in sich stimmig und glaubwürdig. Obligatorische Eastern-Kampfeinlagen und die Errungenschaften, die das frühe 20. Jahrhundert mit sich brachte (Motorräder, automatische Feuerwaffen, etc.) hingegen vermögen es diesen Eastern/Western-Hybriden gut von der breiten Masse seiner eigentlichen Vorbilder abzuheben.

 

Die Handlung ist bereits zu Beginn furios inszeniert und zieht einen schnell in ihren Bann. Der Macguffin, die ominöse Schatzkarte, ist dabei das Objekt jeder Begierde. Für sie gehen unsere (Anti-)Helden über Leichen. Die eigentliche Verfolgungsjagd beginnt nach einer knappen halben Stunde und dauert de facto bis zum Ende des Films an, was atemlose Action verspricht. Dennoch schleichen sich bei 135 Minuten Spieldauer gerade in der Mitte einige Längen ein, in denen das flache Storygerüst bedrohlich wankt.

Dafür sind die Actionsequenzen durch die Bank fulminant in Szene gesetzt und steigern sich im Verlauf in Intensität und Schauwert. Natürlich ist der fernöstliche Humor wie immer ein Thema für sich. Wer sich aber mit einigen (wenigen) Slapstickeinlagen und typischem Overacting der bewusst comichaft gezeichneten Figuren anfreunden kann, kann beruhigt sein. Denn: Gerade das letzte Drittel des Films entschädigt für jeden Durchhänger und zieht noch einmal alle Register. Die Prelude zum Finale, in der the Bad’s Gangsterbande, the Good, gar die japanische Armee hinter the Weird in offener Steppe, motorisiert, per pedes oder mit Pferdestärke herjagen, und versuchen sich gegenseitig auszubooten, überzeugt auf ganzer Linie. Sobald auf musikalischer Ebene Don’t Let Me Be Misunderstood von Santa Esmeralda einsetzt (uns noch gut im Gedächtnis aus dem Kill Bill Vol. 1 Finale), hält es niemanden mehr im Sattel. Die Stunts sind großartig: Als es etwa einem unglückseligen Gangster das Motorrad bei voller Fahrt unter dem Gesäß wegreißt, starrt man zunächst ungläubig auf die Stelle der Leinwand und möchte am liebsten pausieren um sich zu vergewissern, dass der (Stunt-)Fahrer wohl auf ist. Natürlich nur um sich daraufhin den Sturz erneut genüsslich anzuschauen. Das eigentliche Finale, ganz im Stile des großen Leone-Vorbilds, fällt dann vergleichsweise gemächlich aus – aber sicher nicht weniger schweißtreibend und spannend. Ein Mexican Standoff par excellence erwartet den Zuschauer.

 

Wie schon angedeutet, handelt es sich zwar um Kim Jee Woon ersten Ausflug ins Western-Genre, dabei hält er aber souverän dessen grundsätzliches visuelles Rezept ein: Er beschert uns weitläufige, vor Einsamkeit strotzende Supertotalen, sträubt sich aber auch nicht, einmal näher an seine Charaktere heranzutreten, inklusiver ikonenhafter italienischer Close Ups. Das finale Bild des Mexican Standoffs ist klare Reminiszenz an Leones Werk, funktioniert aber nach wie vor tadellos. Der stakkatohafte Schnitt von Actionsequenzen gehört ja inzwischen (sehr zum Leidwesen der einen) zum guten Ton – und davon bekommen wir hier reichlich.  Apropos: Auch die musikalische Untermalung weiß uns zu verwöhnen, von ruhigen Rhythmen bis zu den treibenden Klängen vom schon angesprochenen Don’t Let Me Be Misunderstood wird der Zuschauer auf allen Ebenen in den Rausch des Films gesogen.

 

Auch die Darstellerauswahl trägt letztlich dazu bei. Lee Byung-hun als „the Bad“ hat diesen gewissen Fanatismus in den Augen, der ihn auch gut als „the Weird“ durchgehen lassen würde, kann aber durch Spiel, Mimik und coole Aktionen als Bösewicht überzeugen. Song Kang-ho als „the Weird“ wird zwar als fieser, eiskalter Räuber eingeführt, beweist im Verlauf der Handlung aber Herz und Verstand und ist in jedem Fall Sympathieträger, selbst nach dem finalen Plottwist. „The Good“ (Jung Woo-sung) hingegen bleibt, wenn man ehrlich ist, etwas beliebig und farblos hinter den Erwartungen zurück. Zwar hat auch er seine großen Szenen, in denen er sich cool über die Dächer einer Stadt schwingen oder es gegen Ende allein mit der japanischen Armee aufnehmen darf, rückt aber über längere Strecken der Handlung in den Hintergrund und wird in sämtlichen Szenen mit „the Weird“ von diesem an die Wand gespielt. So reicht Jung Woo-sungs Performance leider in keiner Weise an den zwar ebenso wortkargen Clint Eastwood im Original heran, der es im Vergleich jedoch verstand mit wenigen Worten eine ungeheure Präsenz zu bieten. Schade, aber letztendlich zu verschmerzen, sofern man dabei bleibt, The Good The Bad The Weird als eigenständige Interpretation der Vorlage zu betrachten.

 

Und ich bleibe dabei: Als Hommage an den Klassiker kann The Good The Bad The Weird das Kutschenrad sicher nicht neu erfinden, vermag aber sehr solide auf eigenen Beinen zu stehen. Die Mixtur aus genormten Westernelementen und Easternversatzstücken ist etwas Besonderes und durch die Bank stimmig. Vor allem überzeugender als das artifizielle und plakativ auf Western getrimmte Ergebnis in Sukiyaki Western Django. Für Western -und Eastern – Fans beider Lager gleichermaßen einen Blick wert. Wer sich unsicher ist, darf einen Blick auf den Trailer werfen, der in erster Linie schon einmal einen Vorgeschmack auf die zu erwartende Action und pompöse Inszenierung gibt. Fest steht: Der treibenden Kraft des Films kann man sich, sobald er in Fahrt kommt, kaum mehr entziehen. Kurz: Go West. Auch hier ein Erfolgsgarant. 

straydogstraydogstraydogstraydog

Sterne im Mai

Veröffentlicht in Film mit Tags , , am 1. Mai 2008 von Jarra

Stray Dogs

Tanz in den Mai. StrayDogs Pictures aktuelle Filmbewertungen für den Monat April, kurz und bündig. Wo der letzte Monat im Zeichen des Oscars stand, stand April eher im Zeichen des Obskuren und des Horrors, aufgrund der jüngst stattgefundenen Fantasy Film Fest Nights in Köln. Highlights: [REC], Diary of the Dead, Inside, Frontier(s).

The Eternal Grind

Veröffentlicht in Film mit Tags , , , , , , , , am 13. April 2008 von Jarra

Manche Filmideen fristen ein Schattendarsein, trotz durchdachter Plots und stimmiger Twists – Sie werden nie realisiert werden. Andere hauen einfach auf den Putz und scheren sich einen Dreck um die Realisation: So gesehen im Vorprogramm zu Tarantino’s und Rodriguez’ GRINDHOUSE. Im Zuge dieser nostalgischen Produktion entstanden fünf Faketrailer, vier davon von namenhaften Regisseuren, um das Gefühl des dreckigen 70iger Jahre Kinos noch naturgetreuer wirken zu lassen. Ursprünglich sollte keiner dieser Trailer je als Film das Licht des Tages erblicken, aber die Karten wurden neu gemischt. Folgend die Erfolgaussichten für die fünf Faketrailer aus GRINDHOUSE:

MACHETE (Robert Rodriguez)

Danny Trejo, Sympathie-Mexikaner, Cousin von Rodriguez und Stammgast in dessen Filmen, in seiner ersten Hauptrolle. Und dort macht er genau das, was er so gut kann: Böse schauen und andere Typen abmurksen, nur diesmal im Namen der rechten Sache, wenn man so will. Machete, so der namengebende mexikanische Bundesagent, wird mit einem Batzen Geld in die Staaten gelockt und soll dort ein Attentat durchführen. Seine Auftraggeber hintergehen ihn jedoch und lassen ihn am Tatort zurück zum Sterben. Denkste, ganz im Stile von Kill Bill, steht Machete von den Toten auf und geht auf einen bitteren Rachefelzug, seine Weapon of choice, wie könnte es anders sein: Unzählige Macheten. Und dann gehts ans Eingemachte. „If you pay him to kill the bad guys, make sure you’re not one of them!“

Die Chancen für Machete und einer Verfilmung stehen nicht nur gut, sie sind sogar schon angelaufen! 40% sollen etwa im Kasten sein und wir können uns auf einen harten Actioner der alten Schule freuen. Hitgarantie: 90%   Release: 2008

 

DON’T (Edgar Wright)

Hammer Studios treffen auf Mondo Welle. Edgar Wright, Schöpfer von Shaun Of The Dead und Hot Fuzz steuert auch einen Trailer bei, einen der irgendwie typisch britischen Art. Don’t lehnt sich an an Splatterorgien à la The Living Dead At Manchester Morgue, welcher für den amerikanischen Markt in den sinnfreien Don’t Open The Window umbenannt wurde – daher der Titel. Was den weiteren Trailer betrifft: Wright machte sich einen Spaß aus der Tatsache, dass Trailer der 70iger meist mehr Fragen aufwarfen als sie erklärten worum es eingentlich im beworbenen Film ging. Von daher, er wird splattern, aber was uns erwartet weiß wohl nur der Regisseur selber, wenn überhaupt.

Die Chancen für eine Verfilmung von Don’t stehen eher mittelmäßig. Es war kurzzeitig die Rede von einem Grindhouse II Projekt, zu dem Wright Don’t hätte beigesteuert, aber nach der Erfolglosigkeit des ersten Teils im Boxoffice, ist dieses Projekt wieder in weite Ferne gerückt. Hitgarantie: 60%  Release: TBA

 

THANKSGIVING (Eli Roth)

Der Herr, der uns Hostel beschert hat, leistet seinen Slasher-Beitrag zum bunten Reigen der Fake Trailer. Nach Halloween und anderen Feiertagen wie Valentinstag (My Bloody Valentine), die blutrünstige Mörder hervorgebracht haben, fehlte eigentlich nur noch einer : Thanksgiving. Also mischt sich in guter alter Splattermanier ein Killer unter die Truthähne und serviert zur Feier des Tages Frischfleisch direkt vom Menschen. Dass Mr. Roth recht einfallsreich ist was Hinrichtungsmethoden angeht, kann ihm immerhin niemand absprechen.

Diesem Fake Trailer prophezeit man Ähnliches wie Don’t: Sollte es ein Grindhouse II mal geben, ist Thanksgiving sicher mit an Bord. Hitgarantie: 70%  Release: TBA

 

WEREWOLF WOMEN OF THE SS (Rob Zombie)

Es gab Zeiten, da waren Nazizombies und andere Gruselgestalten des 3. Reichs in Filmen total in. Als Verbeugung vor Ilsa – She Wolf of The SS hat Horrorspezialist Rob Zombie einen Trailer mit riesigem Staraufgebot kreiert. Da wären Nicholas Cage als Dr. Fu Manchu, Udo Kier als Nazikommandant und seine Angetraute Sheri Moon Zombie als eine verführerische Werwolfdame. Die Story rankt sich um von Hitler in seinem Größenwahn geschaffene Supersoldatenfrauen, die sich in Werwölfe verwandeln können – klingt kultig…

Rob Zombie überlässt die Entscheidung einer Verwirklichung allerdings seinen Fans. Auf seiner MySpace-Seite gibt es eine Abstimmung ob man gefallen an einem kompletten Film finden würde oder nicht. Wir denken, die Chancen stehen relativ gut! Hitgarantie: 80%   Release: TBA

 

HOBO WITH A SHOTGUN (Jason Eisener)

Dieses Werk ist quasi der Außenseiter dieser Gruppe. Geschaffen von Amateuren, konnte sich der Trailer Hobo With A Shotgun gegen viele anderen Einsendungen beim South By Southwest Contest durchsetzen, den Robert Rodriguez anlässlich der Grindhouse Produktion ins Leben gerufen hatte. Die Story ist schnell erzählt: Ein selbsternannter Rächer geht mit seiner Schrotflinte auf Verbrecherjagd und nimmt das Gesetz in die eigene Hand.

Es gab in der Tat bereits Berichte, die daraufhin deuteten, dass eine Verfilmung zumindest im Bereich des Möglichen liegt, ob allerdings in den Händen der eigentlichen Erfinder oder doch mit jemand Bekanntes auf dem Regiestuhl, weiß man nicht. Tatsache ist: Im Vergleich zu den kultigen Trailern der namenhaften Regisseure fällt, dieser natürlich weit ab…mal sehen, was da noch kommt… Hitgarantie: 30%  Release: TBA

‘t was een April

Veröffentlicht in Film mit Tags , , am 1. April 2008 von Jarra

a-band-apart-negativ.jpg

Gut in den April gekommen? Wir auf jeden Fall. StrayDogs Pictures aktuelle Filmbewertungen für den Monat März, kurz und bündig. März war so eine Art Oscarmonat, deshalb sind die Highlights diesmal There Will Be Blood, No Country For Old Men und Michael Clayton.

Short Run

Veröffentlicht in Film mit Tags , , am 13. März 2008 von Jarra

a-band-apart-negativ.jpg

Was lange währt, wird endlich gut. Heute gibt es wieder auf StrayDogs Pictures aktuelle Filmbewertungen für den Monat Februar, kurz und bündig. Was hatte der vergangene winterliche Monat zu bieten? Highlights sind diesmal Cloverfield, Die Reisen des jungen Che und Ed Wood!

Winners & Sinners

Veröffentlicht in Film, Misc mit Tags , , , , am 25. Februar 2008 von Jarra

Gestern nacht war es also mal wieder soweit: Die begehrten Academy Awards wurden im Kodak Theatre in L.A. unter die Leute gebracht. Eine überwiegend interessante, wenn auch wenig überraschende Show, bei der zwar auf technischer Seite das ein -oder andere durchging (wer auch immer die Sponsorenlogos am Anfang auf dem Gewissen hat, ist heute mit Sicherheit auf Jobsuche), die Stars und Sternchen von Hollywood allerdings glänzen konnten. Ich habe natürlich keine Kosten und Mühen gescheut um Live vor Ort zu berichten und einige Fotos vom roten Teppich zu schießen…hab’s dann aber doch lieber sein lassen und das Ganze nur am heimischen Fernseher verfolgt. Ein strammes Programm von halb 3 bis 6 Uhr morgens, aber immerhin hat es sich gelohnt. Wie zu erwarten hat sich der große Favorit No Country For Old Men der Coen-Brüder durchgesetzt, und zwar direkt in vier Kategorien: Beste Regie, Bester Nebendarsteller (für Javier Bardem), Bestes Drehbuch basierend auf einer Vorlage und natürlich der begehrte Preis für den Besten Film. Damit verwies die etwas andere Geschichte eines psychopathischen Killers und eines alternden Sherrifs den weiteren großen Favoriten There Will Be Blood von Paul Thomas Anderson auf die Plätze, nicht aber ohne diesem den verdienten Preis für den Besten Hauptdarsteller zu überlassen, den sich Daniel Day-Lewis redlich verdient hat. Bei den Damen der Schöpfung ging Cate Blanchett trotz zweifacher Nominierung leer aus. Abtreten musste sie den begehrten Goldjungen an Tilda Swinton in Michael Clayton (Beste Nebendarstellerin), die sichtlich überrascht und gerührt war, sowie an Marion Cottilard für ihre Performance in La Vie En Rose (Beste Hauptdarstellerin).

Da die Oscars in diesem Jahr ihren 80. Geburtstag feiern, wurde das Programm aufgelockert durch Einspieler, die einen Überblick über die schönsten, ergreifensten und manchmal auch traurigsten Momente der letzten 80 Jahre gaben. Besonders gelungen war die (zwar vom Programm vollkommen deplatzierte) Übersicht über sämtliche Bester Film - Gewinner. Nachdenklich stimmten hingegen die Worte des für sein Lebenswerk mit dem Ehrenoscar ausgezeichneten Robert Boyle, künstlerische Leitung vieler großer Filme wie z.B. North By Northwest, der immerhin 98 Jahre ist und seit 70 im Filmbiz, sowie ein Clip über die im vergangenen Jahr von uns gegangenen Rädchen der Film-Industrie, etwa Größen wie Ingmar Bergmann oder Heath Ledger.   

Besonders erfreulich für den deutschen Film ist der Sieg der deutsch-österreichischen Koproduktion Die Fälscher von Stefan Ruzowitzky als Bester ausländischer Film.

Die weiteren Gewinner gibt es folgend kurz und knapp aufgelistet:

Best animated feature film of the year
“Ratatouille” (Walt Disney): Brad Bird

Achievement in art direction
 “Sweeney Todd The Demon Barber of Fleet Street” (DreamWorks and Warner Bros., Distributed by DreamWorks/Paramount): Art Direction: Dante Ferretti; Set Decoration: Francesca Lo Schiavo

Achievement in cinematography
“There Will Be Blood” (Paramount Vantage and Miramax): Robert Elswit

Achievement in costume design
“Elizabeth: The Golden Age” (Universal) Alexandra Byrne

Best documentary feature
“Taxi to the Dark Side” (THINKFilm) An X-Ray Production: Alex Gibney and Eva Orner

Best documentary short subject
“Freeheld” A Lieutenant Films Production: Cynthia Wade and Vanessa Roth

Achievement in film editing
“The Bourne Ultimatum” (Universal): Christopher Rouse

Achievement in makeup
“La Vie en Rose” (Picturehouse) Didier Lavergne and Jan Archibald

Achievement in music written for motion pictures (Original score)
“Atonement” (Focus Features) Dario Marianelli

Achievement in music written for motion pictures (Original song)
“Falling Slowly” from “Once” (Fox Searchlight) Music and Lyric by Glen Hansard and: Marketa Irglova

Best animated short film
“Peter & the Wolf” (BreakThru Films) A BreakThru Films/Se-ma-for Studios Production Suzie Templeton and Hugh Welchman

Best live action short film
“Le Mozart des Pickpockets (The Mozart of Pickpockets)” (Premium Films) A Karé Production: Philippe Pollet-Villard
                                                                                                                                                                                       

Achievement in sound editing
“The Bourne Ultimatum” (Universal): Karen Baker Landers and Per Hallberg

Achievement in sound mixing
“The Bourne Ultimatum” (Universal) Scott Millan, David Parker and Kirk Francis

Achievement in visual effects
“The Golden Compass” (New Line in association with Ingenious Film Partners): Michael Fink, Bill Westenhofer, Ben Morris and Trevor Wood

Original screenplay
“Juno” (Fox Searchlight), Written by Diablo Cody
  

Hot Shots

Veröffentlicht in Film mit Tags , , , , am 3. Februar 2008 von Jarra

a-band-apart-negativ.jpg

Besser spät als nie. Heute gibt es wieder auf StrayDogs Pictures aktuelle Filmbewertungen für den Monat Januar, kurz und bündig. Womit beginnt das neue Jahr? Highlights sind Eastern Promises, Todeszug nach Yuma und weitere!

Behind The Scenes

Veröffentlicht in Film mit Tags , , , , , , , , , am 5. Januar 2008 von Jarra

Gestern gab’s einen DVD-Abend der besonderen Art: Making Of’s am laufenden Band. Manchmal können diese oft verschmähten Extras auf der DVD noch interessanter und spannender sein, als der eigentliche Film, man mag es kaum glauben. Zumindest für den angehenden Filmemacher.

Begonnen wurde mit der Dokumentation Full Tilt Boogie (1997) von Sarah Kelly. Ein sehr intensives Making-Of und Behind-the-Scenes zu Rodriguez’ From Dusk Till Dawn (1996) in Spielfilmlänge. Auf sehr amüsante und sympahtische Art und Weise wird einem jedes noch so kleine Rädchen, das in die Produktion des kultigen Splatter-Road-Movie-Vampirstreifens involviert ist, vorgestellt. Dabei bleibt die Kamera aber auch immer nah dran an Tarantino, Clooney und Co. Wir sehen sie beim Dreh, in den Drehpause und beim Feiern, wenn z.B. Juliette Lewis in einer Karaokebar ein Ständchen zum Besten gibt. Ein Film, der sehr zu empfehlen ist, falls man Interesse daran hat, intensiv Set-Luft zu schnüffeln. Alles erscheint sehr familär und man kann sich als Filmemacher wirklich nur wünschen, ebenfalls eine solche Crew hinter sich zu haben.

Zweiter Film (oder vielmehr Filmreihe) ist Robert Rodriguez’ beliebte 10 Minutes Film School, die er episodenweise auf fast jeder seiner DVDs veröffentlicht. Besonders hervorheben möchte ich die erste Episode, die auf El Mariachi (1992). Hier erklärt der Regisseur, wie es möglich war, seinen Erstling mit nur 7000 Dollar Budget zu drehen. Außerdem ist ein früher Kurzfilm namens Bedhead enthalten, unbedingt reinschauen! Auf der Desperado-DVD erklärt Rodriguez, welche Vorbereitungen er trifft, um eine Schießerei aufzulösen. Da er Autor, Regisseur, Kameramann und Cutter in einem ist, fällt ihm die Visualisierung besonders leicht. Seine 10 Minutes Film School ist inzwischen so beliebt, dass er einen Schritt weiter geht und auf aktuelleren DVDs wie Sin City (2006) eine 15 Minutes Flic School oder 10 Minutes Cook School veröffentlicht hat.

Da wir gerade schon in dem Bereich sind, durfte natürlich das Making Of zu Kill Bill (2003) nicht fehlen, explizit Volume 2. Dies war aber, trotz informativer Statements der Stars, eine eher ernüchternde Erfahrung, da man höchstens anhand einiger Standfotografien oder weniger kurzen Szenen mal hinter die Kamera blicken durfte.

Als nächstes auf dem Plan stand dann das Making Of zu Sam Raimi’s The Evil Dead II (1987), aka The Gore The Marrier (2000). Hier wird vor allem auf die einfallsreichen und kostengünstigen Spezial- und Splattereffekte eingegangen. Der Regisseur selber kommt zwar nicht zu Wort, aber dafür dürfen wir ihm regelmäßig über die Schulter gucken, wenn er sein Schlachtfest inszeniert. Sehr zu empfehlen, vor allem für die Leute, die an SFX und ähnlichem interessiert sind.

Um weiterhin thematisch vorzugehen, wechselten wir nun zu Peter Jackson, der ja bekanntlich, als er noch jung war und das Geld brauchte, ebenfalls Splatterbomben filmte. Besonders aufschlussreich war dem entsprechend die Dokumentation zu seinem 4 Jahre währenden Erstling The Bad Taste (1987) die da heißt: Good Taste Made Bad Taste (1988). Günstiger kann man nun wirklich nicht produzieren. Alle Kostüme und Props selber basteln, als Schauspieler Arbeitskollegen und Freund einspannen, Mutter sorgt sich ums Catering, und dann gleich zwei Rollen selber übernehmen.  Wir erhalten einen Einblick in Jacksons Jugend und filmische Anfänge, verfolgen die improvisierten Dreharbeiten mit selbstgebautem Kran, Steadycam und Co. und erfahren, das der Regisseur eigentlich überzeugter Pazifist ist. Na ja. Auch interessant sind die ersten Versuche auf dem Gebiet Sprengstoff und die Erkenntnis, wie man Häuser am besten in die Luft jagt. Herrlich!

Zum Ausklang gabs dann auch was kulturelles, nämlich die Doku AK (1985) von Chris Marker über Akira Kurosawa und den Dreh zu RAN (1985). Dabei steht eindeutig der Meisterregisseur selber im Vordergrund als der Dreh zu seinem Kriegsepos. Ein ruhiges, fast stilles Gemälde eines der größten Regisseure aller Zeiten. Handwerklich überzeugend, und mit Sicherheit das teuerste Making Of in diesem Beitrag (gedreht auf 35mm, etc.), aber zugleich auch das ruhigste, untermalt nur vom Sprechertext, dem Wind am Fujiyama und dem original Geigen-Score zu RAN.

Last Life In The Universe

Veröffentlicht in Film mit Tags , , , , , am 1. Januar 2008 von Jarra

a-band-apart-negativ.jpg

Frohes Neues Jahr alle zusammen! Auch heute gibt es auf StrayDogs Pictures aktuelle Filmbewertungen für den Monat Dezember, kurz und bündig. Womit klingt das Jahr aus? Highlights sind Das Waisenhaus, Casablanca und die brandaktuelle Akira Kurosawa Meisterwerke – Kollektion, diesen Monat unter anderem mit Ikiru – Einmal wirklich leben und Yojimbo – Der Leibwächter.