Archiv für März, 2007

Black & White

Posted in Projekte, Studium with tags , , , , , on 27. März 2007 by Jarra

Für den gestrigen Abend war ein weiterer Sichtungsabend vereinbart, bei dem wir untereinander unsere privaten Projekte vorstellen konnten. Colorblind ging dabei für mich ins Rennen und kam gut an. Auch wenn man aus den Augen eines 2. Semesters sagen muss, dass der Film Schwächen hat, hat er auch seine Stärken. Bemängelt wurden die zu langen Zwischentitel, die aber ja zum Konzept gehörten (Stufenweise Entwicklung einer Beziehung), der langgezogene Anfang und eine kleine Unklarheit zum Schluss. Darüber hinaus nahm man die ästhetischen Bilder, die Korrespondenz von Bild und Musik sowie die Symbolik der Bilder sehr gut auf. Es wurde sogar erkannt, dass es sich bei dem Film im Endeffekt nur um eine Parabel handelt, die auf die moderne Beziehung bezogen werden kann. Besondere Anerkennung wurde dem konsequenten Erzähltempo, dem Montagerythmus und dem Kamerabild gegenüber ausgedrückt. Es sei schade, dass unser Team es nicht bei weiteren Festivals als nur dem JVP 2006 versucht habe, denn es läge wirklich Substanz in dem Material. Tja… Ich persönlich kann auch nur sagen, dass längst nicht alles perfekt ist an Colorblind, vor allem in technischer Hinsicht fallen einige Mängel auf (Ton, Aufhellung, Goofs), aber da wir von einer Amateurproduktion sprechen, bin ich nach wie vor mehr als Stolz auf unser Werk. Aber der Abend war ja noch nicht rum. Der Tilli präsentierte uns noch seinen tragisch-komischen Minimal, welcher als Bewerbungsaufgabe für die KHM gedacht war. Er erzählt von dem Alltag eines Legomännchens, welches wir auf seinem Weg morgen raus aus dem Bett bis abends, wenn es im Flugzeug sitzt, begleiten…Dummerweise läuft nicht so alles alltagsgerecht und das Flugzeug stürzt, untermalt von klassischer Musik, seinem Schicksal entgegen. Fazit: Viel liebe zum Detail machen aus diesem Film einen echten Evergreen. Danach durfte dann Tamim noch seine 5-minütige Auseinandersetzung mit dem Sinn des Lebens in 25 Years of Pain zum Besten geben. Er setzt sich dabei mit besonders tragischen Erlebnissen der letzten 25 Jahre auseinander, die ihn auf die ein oder andere Art besonders berührt haben. Ein sehr persönliches Werk. Alles in allem also ein gelungener Abend.

Dead Poet’s Society

Posted in Misc with tags , , , , , on 26. März 2007 by Jarra

Gestern mit meinem Kameramann nach Köln ins E-Werk gedüst, Auftritt von Sunrise Avenue mit den Poets Of The Fall als Vorgruppe, wegen denen wir im eigentlichen Sinne da waren , ach ja , und weil wir auf der Gästeliste standen . Dummerweise hatte man sich in Köln ja überlegt die A3 bis abends mit Vollsperrung zu sanktionieren , deshalb : Kilometerstau auf der Mühlheimer Brücke . Toll , acht uhr sollte es anfangen , 20 nach waren wir drin . Immerhin , 4 Songs (von wohlgemerkt 9, wie ich inzwischen erfuhr) haben wir mitbekommen : Sorry Go Around, Gravity, Carnival of Rust und Lift. Geile Show, wenn auch von den letzten Rängen . Naja und was den Hauptact angeht , ganz gut, aber so ein richtiges Feuerwerk haben sie erst zum Schluss abgefeuert, bei ihrem bekanntesten Lied hier in good old Germany , Fairytale Gone Bad. Inklusive Pyrotechnik und allem Schnickschnack aber die eigentlichen Stars waren die Fans, die nahezu lauter mitsangen als der Frontmann , der dies sogleich ausnutzte um ne kleine Pause einzulegen. Die Zugabe haben wir zwar nicht mehr mitbekommen , da wir keine lust auf erneuten Stau hatten, aber im Großen und Ganzen bleibt zu sagen , nem geschenkten Gaul schaut man nichts ins Maul.

Final Destination

Posted in Projekte with tags , on 24. März 2007 by Jarra

Tod

 Tod schwingt sich herab

Stürzt uns voll Lust in sein finst’res Grab

Tod – Der das Grauen in Händen hält

Verbirgt sein Gesicht vor den Augen der Welt

Tod – Geboren aus Lebensgier, bringt Hass und Liebe

Dann zeigt er dir

 Mit Paukenschlag am jüngsten Tag

Das Grauen, das noch folgen mag

Ohne Anfang

Ohne Ende

Auf ewig…Amen

Die Macht der Bilder

Posted in Studium with tags , , , , on 23. März 2007 by Jarra

So denn, dieses gesamte Semester begleitet uns unser erstes Lehrprojekt. Heute ist das große Geheimnis gelüftet worden, worum es sich dabei handelt. Wir werden in Zusammenarbeit mit einem Kunden einen Imagefilm erstellen . Je 5 Leute (à 4 Gruppen) messen sich dann und der beste Film wird zu Beginn des 3. Semesters mit einem Geldpreis prämiert. Ein netter Ansporn . Unsere Gruppe hat sich für die Theaterakademie Köln als Kunden entschieden . Mit einem Budget von 250 Euro und einem straffen Zeitplan bis Juli 07, ist es jetzt an uns einen bis zu 8 minütigen Imagefilm zu erstellen , der das Profil der Akademie bewirbt. Alles vom Konzept über die Dreharbeiten bis hin zur Postproduktion liegt dabei in unseren Händen . Nun denn, alea iacta est, mögen die Spiele also beginnen!

Most Wanted

Posted in Film with tags , , on 22. März 2007 by Jarra

2007 kommt ja mal wieder eine ganze Menge ins Kino. Eine ganze Menge Remakes, eine ganze Menge Fortsetzungen, eine ganze Menge Schrott. Heute schauen wir mal, worauf wir im eingeweihten Kreis am meisten drauf brennen!

300 – Zack Synder meldet sich zurück. Nachdem er mit dem romero’schen Dawn of the Dead – Remake von 2004 einen Gore-Overkill ablieferte, meldet sich der vormalige Regisseur von diversen Musikvideos mit einem Optik-Overkill im Sandalengewand wieder. 300 erzählt von der verzweifelten Schlacht von 300 tapferen Spartanern gegen das Millionenheer der bösen Perser. Mit diesem historien-fantasy Schinken steht die bislang gewaltigste Comicverfilmung (basierend auf einem Frank Miller Comic) in den Startlöchern.                                          

Start: 05.04.07 

GRIND HOUSE – Dass Quentin Tarantino und Robert Rodriguez ganz dicke miteinander sind, weiß auch der letzte Noob spätestens seit From Dusk Till Dawn. Nun steht das nächste Partnerprojekt ins Haus – Im Stile der B-Movie Vorführungen der 70er Jahre in sogenannten Grind Houses, liefern die beiden Kultregisseure 2 Hommagen an den Horrorfilm der damaligen Zeit ab. Planet Terror heißt dabei Rodriguez‘ Kapitel, welches von einer Zombieinvasion erzählt, wohingegen Tarantino mit Death Proof in die Fussstapfen von Stephen King steigt und von einem Killerauto erzählt, welches seinem Besitzer, Kurt Russell, besonders am Herzen liegt. Besonderheit: Zwischendurch werden Trailer von solch namenhaften fiktiven Filmen wie Werewolf Women of the SS, von befreundeten Regisseuren wie Rob Zombie oder Eli Roth, eingestreut. Zu beachten: In Deutschland erscheint das Doppelpack, vermutlich um noch mehr Geld zu scheffeln, getrennt voneinander – zunächst im Frühling Rodriguez‘ Werk und im Spätsommer dann Tarantinos Film –Schade!                                                                                                    

Start: 06.04.07 (US)

HOT FUZZ –  Das Team Rund um Edgar Wright und Simon Pegg, ihres Zeichens verantwortlich für den mehr als genialen Shaun of the Dead sind wieder da. Nach Cameos beim Dawn of the Dead – Remake und Grind House steht ihr eigener nächster Film in den Startlöchern. Hot Fuzz beschäftigt sich nur diesmal nicht mit aktiver Zombiebekämpfung sondern persifliert eher das Thriller und Krimi-Genre, indem es Pegg die Rolle eines überqualifizierten Doppel Null Agenten auf den Leib schneidert, der aber, wie könnte es anders sein, in ein Kuhkaff mit einer Verbrechensrate von 0,0% geschickt wird. Doch dann häufen sich plötzlich die (skurilen) Mordfälle…Ein Highlight ist wohl die Tatsache, dass nicht nur das Krimi-Genre auf die Schüppe genommen wird, sondern sich Wright und Pegg gleich selber auf den Arm nehmen, indem sie ihre vorangegangene „Romantische Komödie….mit Zombies“ ebenso veräppeln (wir denken nur an die GartenzaunüberspringmitTrampolin-Szene). Ein ganz heißes Eisen!            

Start: 12.02.07 (Eng)

Anders als die Anderen

Posted in Film with tags , , , , on 21. März 2007 by Jarra

Heute beschäftigen wir uns einmal mit Herrn von Donnersmarcks oscarprämierten Film Das Leben der Anderen. Im Vorhinein viel Gutes gehört, auch wenn diverse Dozenten eher wetternten gegen den Oscarkandidaten. Also wurde es allerhöchste Zeit mir ein eigenes Bild zu machen, so geschehen am gestrigen Abend. Meine Erwartungen waren nicht hoch, genaugenommen hatte ich mich nicht einmal großartig über die Materie informiert.

Der Film spielt mitte der 80er in Ostberlin. Mit Aussicht auf rasche Beförderung überwacht der äußerst korrekte, linientreue Stasi-Hauptmann Wiesler (Ulrich Mühe) den prämierten Dichter und Dramatiker Georg Dreymann (Sebastian Koch) und dessen Freundin Christa-Maria Sieland (Martina Gedeck). Anfangs von der Schuld der Linienuntreue des Künstlers überzeugt, lässt der Hauptmann Abhör -und Überwachungsgeräte in der Wohnung installieren und dringt somit immer tiefer in die Privatsphäre des Paares ein. Allmählich wird Wiesler die eigene innere Leere seines Lebens bewusst, als sich die Ereignisse überschlagen und es tatsächlich klare Beweise für staatsfeindliche Aktivitäten seitens Dreymann gibt. Wiesler muss eine Entscheidung treffen… Steht er treu zu seinem Land und verrät Dreymann oder hilft er dem Menschen, der ihn daran erinnert hat, was Leben bedeutet?

Klingt spannend? Ist es über weite Strecken auch, aber insgesamt schlägt der Film bei seinen knapp 130 Minuten ein gemächliches Tempo an. Nichtsdestotrotz entwickelt sich eine ergreifende Geschichte und der Zwist, der im Stasi-Hauptmann langsam beginnt zu keimen, lässt den Zuschauer sehr gut mitfühlen ohne jemals ein übernatürliches heroisch-selbstopferndes Bild zu zeichnen, wie wir es aus der Traumfabrik kennen. Die Aktionen und Reaktionen erscheinen über weite Strecken authentisch und nachvollziehbar, dazu ein breites Spektrum von Stimmungen (vor allem die melancholische des Hauptmann Wiesler ist sehr gut eingefangen), gelungene, aber meist kalte Bilder und der ständige Gedanke „Was wäre wenn wir heute noch in dieser Welt leben würden?“ ergreifen den Zuschauer und lassen ihn bis zum tragischen Finale nicht mehr los. Die schauspielrische Leistung ist konstant auf einem gewaltigen Niveau, grade für eine deutsche Produktion (vor allem Ulrich Mühe), und sogar der Score, der gemächlich im Hintergrund läuft, ist oft zur Situation passend gewählt. Wollte man einen schwarzen Fleck auf Von Donnersmarcks ansonsten weißer Weste finden, könnte man den langen Epilog nach dem Finale bemängeln. Meiner Meinung hätte man dort mit einigen Schnitten und Kürzungen bessere Ergebnisse erzielen können.

Was haben wir gelernt? Glaub nicht immer das, was ein Dozent dir sagt. Ob der Film den Oscar verdient hat, noch vor Vertretern wie Pan’s Labyrinth, sei dahingestellt. Ehrlichgesagt halte ich nicht viel von der Academy. Tatsache ist, Das Leben der Anderen macht vieles anders als andere deutsche Filme und auf diese Weise vieles richtig. Daumen hoch!

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Return To Babylon

Posted in Studium with tags , , , , on 19. März 2007 by Jarra

Nach langer Semesterpause gehts nun also endlich weiter. Was haben wir gelernt? Deutsche Filme lassen sich in 2 von 3 Fällen nur unter hohem Alkoholeinfluss genießen . Zweitens: Dozenten, die voraussagen, deutsche Filme kriegen keinen Oscar, täuschen sich zuweilen (siehe Das Leben der Anderen). Davon abgesehen nicht viel zu berichten . viel Organisatorisches, Wiederholung, etc. Uns wurde empfohlen heute abend Der geheimnisvolle Schatz von Troja über Heinrich Schliemann zu gucken…..nicht weil zu erwarten ist, dass er gut ist, versteht sich . Am meisten lernt man von schlechten Filmen, Und dass Sat 1 ein Hitgarant ist in dieser hinsicht, kann wohl niemand leugnen .