Archiv für Juli, 2008

Trailer Park Boys

Posted in Projekte, Studium with tags , , , on 14. Juli 2008 by Jarra

Nach dem umfangreichen Produktionstagebuch, gibt es nun endlich bewegtes Bild zu unserem Kurzfilm Blues‘ Sky.  Bevor in nächster Zeit sicher der erste offizielle Trailer zu Blues‘ Sky vom Stapel läuft, gibt es nun erst einmal einen kleinen Blick hinter die Kulissen. Der Trailer zum Making Of Into The Blue(s), den ich zwecks praktischer Prüfung im Studium produziert habe, ist nun fertig und bietet bereits 5 Minuten amüsante Momentaufnahmen aus der Drehwoche von Blues‘ Sky. Das fertige Making Of wird mit der DVD des Hauptfilms ausgeliefert, doch auch jetzt schonmal viel Vergnügen!

 

Vodpod videos no longer available.

Timecode

Posted in Studium with tags , , , , , , on 3. Juli 2008 by Jarra

Neben der Produktion von Anti Aids Spots (Erlebnisberichte demnächst an dieser Stelle) und Kurzfilmen, stand auch noch eine Regieübung bei Dozent Marc Hertel an – diesmal unter meiner Regie. Kollege Andreas Wiechert hatte die, durchaus umfangreiche, Szene geschrieben, die mich zu einem Experiment verleitete: Die Szene, die konventionell in mehr als 10 Einstellungen hätte aufgelöst werden müssen, um adequat wiedergegeben zu werden, in nur zwei Einstellungen darstellen – eine Herausforderung, die in der einen Stunde Produktionszeit (inkl. Darstellerbesprechung, Stellprobe, Technikeinrichtung und Dreh) nicht auf ganzer Linie als Erfolg zu verzeichnen ist, aber immerhin das Beste aus dem vorhandenen Material herausgeholt hat. An der Kamera stand Marc Menningmann, Aufnahmeleitung übernahm Christoph Schalenbach, das Licht kam von Alexander Zibold, für den Ton zeichnete sich Daniel Liebelt verantwortlich. Vor der Kamera agierten Marc Phillips und Sarah David

 

Vodpod videos no longer available.

A Traveller’s Diary

Posted in Studium with tags , , , , , , , , , , , , on 2. Juli 2008 by Jarra

Eine wunderbare Drehwoche in Schieder / Blomberg ist inzwischen ins Land gegangen. Anbei ein kleines Memoriam meiner Erlebnisse beim Dreh zu Wenn heute noch gestern ist…

 

 

Mittwoch, 25.06.08

Sieg!

Um 13Uhr ab Köln ging die große Fahrt los – knapp drei Stunden sollte sie uns über die Autobahn bis nach Schieder (Drehort) bzw. Blomberg (Unterkunft) führen. Bei Ankuft nahmen wir zunächst Schloss Schieder, den Haupthandlungsort des Filmes unter die Lupe – ein hübsches, herrschaftliches Gebäude, umgeben von Kur- und Erholungsanlagen. Fast paradiesisch, wenn die hier (im Film) veranstaltete Feier nicht ein dunkles Geheimnis bergen würde.

Nachdem das Team wieder vereint war an Ort und Stelle, ging es zunächst ans Ausladen und erste Technikchecks. Das Kernteam, Regie Marc Menningmann, Regie-Assistenz Lynn Cruchten, Produktion Mareike Braun, Continuity und Schnitt Tamim Haron sowie Kamera und Buch Dennis Becker, machten inzwischen schon alles bereit um die Schauspieler, die ebenfalls für die Drehzeit hier vor Ort einquartiert wurden, zu empfangen. Das Helferteam, also wir, Christian Glassl (Licht & Kamera Assistenz), Christoph Tillmanns (Aufnahmeleitung) und ich, Dominik Krug (Ton), sowie Charlotte Rolfes aus dem zweiten Semester, zuständig für die Ausstattung, komplettierten somit den bunten Reigen.

Als erstes lernten wir Susanne Bohlmann kennen, die die Hauptrolle der Anne, übernehmen würde – sie war bereits ab Köln dabei. Dann stellte sich Robert Lenkey vor, der den Peter, Oberhaupt der Familie und Geburtstagskind, mimen würde. Julian Schmieder als Daniel Berglund würde den gefallenen Sohn spielen. Björn Bugri als Matthias und Daniel Wagner als Holger vervollständigten dann den Darstellerkader.

Während ich mein Tonequipment durchcheckte gabs eine kurze Ansprache seitens der Regie, alle wurden sich noch einmal gegenseitig vorgestellt und damit war das Programm für uns Helfer auch für heute abgehakt.

Pünktlich zum Abendessen begab sich Regisseur Marc dann noch in eine hitzige Schauspielerbesprechung, die stellenweise zu Diskussionen über das Drehbuch führte, aber der Kopf des Teams behielt selbigen immer schön kühl.

Mit Ach und Krach schafften wir es dann um 20:45 in die heimische Wohnung am Dorfplatz in Blomberg, pünktlich um mit Team und Schauspielern, wie eine große Familie, das EM-Spiel Deutschland gegen Türkei zu genießen. Ich muss nicht erwähnen, dass wir an dem Abend alle zufrieden und bester Dinge ins Bett gingen, natürlich nur, nachdem auf dem kleinen Dorfplatz angemessen gefeiert worden war.

 

Donnerstag, 26.06.08

Zu Tisch

Das erste Drehtag stand an. Das bedeutete um halb 6 raus aus den (doch durchaus gemütlichen) Federn, Kaffee getankt und ab nach Schieder. Eine große Anzahl von Komparsen wurde ebenfalls für heute erwartet, weshalb die Zeit bereits zu Beginn etwas drängte, aber das Team schien alles unter Kontrolle zu haben.

Nach einigen wenigen Takes, die ohne Komparsen auskamen, stellte ich bereits fest, dass die Tonaufnahmen eine Herausforderung werden würden. Draußen vor dem Fenster ackerten die Bauarbeiter mit Planierraupe und Bagger, Innen knarrten die alten Dielen und bildeten zusammen ein ständiges Geräuschstakkato, welches viel Bewegung schon von vorneherein ausschloss. Irgendwie liefs…auch dank der Kooperation der Bauarbeiter, die das ein oder andere Päuschen einlegten.

Alsbald gab sich auch die Presse die Ehre, interviewte Team und Darsteller und versprach bereits morgen einen Artikel im Stadtblatt zu veröffentlichen.

Nach einigen Stunden Arbeit, bekam ich Untersützung in Form meines brandneuen Ton Assis, Johannes Bert, der fortan die Tonangel schwingen durfte, während ich fleissig pegelte, außerdem untersützte uns heute nun auch Dozent Stephan Brüggenthies, wie schon bei Blues‘ Sky, nur das er diesmal gar mit der ganzen Familie angereist war und sein Sohn Simon Brüggenthies die Rolle des Jakob übernehmen würde, und das von Erfolg gekrönt! Er stand den Profis in Nichts nach. Apropos Profi, für die professionelle Maske unserer Darsteller kümmerte sich Nicole Masztalerz.

Der gesamte Drehtag, so lang er auch war, fluppte und abends waren wir wieder alle pünktlich zum nächsten EM-Spiel zuhause vor dem Fernseher. Was will man mehr? Das hält die Motivation hoch, an dieser Stelle auch ein Dank an den Biersponsor Detmold. 🙂

 

Freitag, 27.06.08

Ein Bett im Kornfeld

An diesem Tag wurde das Schloss abgedreht und die Komparsen kamen ein letztes Mal vorbei. Der Job war nach gestern bereits mehr oder weniger Routine, das Staging der freiwilligen Mitwirkenden gestaltete sich als ebenso abenteuerlich wie am ersten Tag, funktionierte aber, ebenso wie der Darstellerkader, der sich gewohnt professionell und verträglich gab.

Insgesamt gesehen war es ein ziemlich entspannter Drehtag, so entspannt, dass wir uns um 18Uhr auf Einladung von Mareikes Großeltern, Herrn und Frau Brinksmaier, zum Abendessen in einem kleinen gemütlichen Restaurant Zum Alten Jäger einfanden und uns dort vom Karl, dem Schankwirt, verwöhnen liesen.

Doch war damit Schicht? Weit gefehlt, als die Sonne begann hinter den Feldern zu versinken, schnappten wir uns noch einmal unser Equipment, zwischen Hauptgang und Nachtisch, und begaben uns hinter das Gebäude, auf einen Feldweg, wo Julian Schmieder eine großartige Darbietung hinlegte…die Atmosphäre und Stimmung war so dicht und magisch, wie ich sie selten erlebt habe. Mein Highlight.

Nachdem abgedreht war, sammelten wir alle Teammitglieder (auch die fast verschollenen Tilli und Chris) wieder ein und machten uns auf den Weg in die Wohnung. Die Nacht sollte kurz werden, die nächste Szene sollte nämlich im Morgengrauen stattfinden! Also nichts wie ab ins Bett.

 

Samstag, 28.06.08

Abschied

Gesagt, getan. 3:30 wars Zeit zum Aufstehen. Ein kleines Team, bestehend aus Marc, Dennis, Mareike, Lynn, Tamim und mir, sowie Julian und Susanne machte sich auf den Weg zum Bauernhof von Mareikes Großeltern, wo heute das große Finale stattfinden würde, doch wir waren hier zunächst für ein kleines Intermezzo. Daniels Rückkehr im Morgengrauen wurde die bis dato emotionalste Szene des Films und nicht wenige der Anwesenden mussten sich die ein -oder andere Träne verkneifen.

Alles in allem ging alles aber so schnell und zur allgemeinen Zufriedenheit über die Bühne, ich kam nicht einmal dazu groß Kaffee zu trinken, aber während die anderen die Zeit bis 8Uhr nutzten um noch eine Mütze voll Schlaf mitzunehmen, lies mir mein, wenn auch geringer, Koffeinkonsum nichts anderes übrig als etwas zu lesen oder mir die Zeit anderweitig zu vertreiben. Tja.

Für heute war sogar ein Linienbus gemietet worden. Die Szene an der kleinen Landstraßenhaltestelle gestaltete sich mitunter als die komplizierteste. Nicht nur, dass sobald die Kamera lief, die Straße von Tilli und Lynn, unter Einsatz ihres Lebens, geblockt werden musste, nein, auch Wind und Wetter setzten uns ziemlich zu – alle waren durchnässt und auch die Technik machte nicht alles mit. Wir waren alle froh, als die Szene abgedreht war und uns eine kurze Pause in unserer Wohnung gewährt wurde.

Nach kurzer Stärkung auf dem Bauernhof gings an den Rest des Programms, wie schon erwähnt, die große Auflösung des Films, aber ich will nicht zu viel verraten. Der Umschwung von kalt und nass zu lauschig warm im Elternschlafzimmer und der Schlafmangel bekamen mir aber weniger gut, weshalb mir zu einem Zeitpunkt fast die Lichter ausgingen. Dank der Verarztung durch Charlotte konnte ich aber schon bald wieder die Angel schwingen.

Gegen Abend packten wir dann unsere Sachen, verabschiedeten uns und machten, dass wir nach hause kamen. Dort erwartete uns eine Überraschung: Julian hatte inzwischen den Kochlöffel in die Hand genommen und servierte uns ein traumhaftes Abendessen. Alle machten sich wie sechsköpfige Raupen über Pasta, Soße und Gemüse her und schlugen sich die Bäuche voll.

Doch danach hieß es Abschied nehmen. Zwar würde morgen noch eine kurze Szene gedreht, aber aufgrund diverser Platzmängel an allen Ecken und Enden, wurden Lynn, Chris und ich bereits an diesem Abend entlassen. Nach herzlicher Verabschiedung startete gegen etwa 23Uhr die abenteuerreiche Rückfahrt in die Zivilisation…warum ich dann erst um 5 Uhr im Bett lag, das ist eine ganz andere Geschichte…

Abschließend kann ich behaupten eine grandiose Drehwoche in Schieder verbracht zu haben und bin bester Dinge, dass ein toller Film entstanden ist. Ich fiebere bereits der Premiere entgegen, die, wie könnte es anders sein, in Schieder stattfinden soll.

Ach ja, der Zeitungsartikel wurde uns wirklich zur Ehre gereicht, auch wenn ich eins gelernt hab: Tonmänner bringen es selten zu Ruhm, werden sie doch nie namentlich erwähnt 😉