Archiv für November, 2009

Virtual Nightmare

Posted in Studium with tags , , , , on 11. November 2009 by Jarra

Nicht selten wird man von jetzt auf gleich von seiner Vergangenheit eingeholt. Seltener ist das dann auch noch angenehm. Diesmal schon. 

Just diese Tage ist auf dem Videouploadservice unseres Vertrauens ein Filmchen aufgetaucht, das nicht entstanden wäre, hätte ich mich nicht gegenüber meiner Dozentin durchgesetzt: Cybersex. Im Zuge der Anti-Aids-Kampagne in Semester Vier, zu der ich als Regisseur Jede Sekunde zählt beigesteuert habe (der unlängst eine fragwürdige Popularität auf Bild.de auf sich gezogen hat), entstand aus meiner Feder unter der Regie von Simone Dröge und durch die Kamera und den Schnitt von Florian Bell (der auch so zuvorkommend war, diese Perle der Filmkunst hochzuladen), ein weiterer Spot zu einem guten Zwecke, der unten zu betrachten ist. Also, abre los ojos!

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PS: Die „riesigen Titten“ stammen nicht von mir!

Summer Scars

Posted in Film with tags , , on 8. November 2009 by Jarra

(500) Days of Summer

Alle Jahre wieder erscheint eine dieser kleinen Independent-Perlen, die sich einem nahezu ins Gedächtnis brennt – obwohl man ohne große Erwartungen den Film konsumiert. War es vor ca. drei Jahren noch das Regiedebut von Rian Johnson, Brick, eine Art Film noir an einer amerikanischen Highschool, der mich zutiefst geflashed hat und den in meinen Augen total überbewerteten Jungdarsteller Joseph Gordon-Levitt in meiner Gunst etwas steigen hat lassen, so ist es in diesem Jahr – und jetzt kommt der Punkt, der mir, neben der unheimlichen Länge dieses Satzes, besonders zu denken aufgibt, wieder ein Film mit Mr. Levitt in der Hauptrolle: (500) Days of Summer.

Als erklärter Feind von schmalzigen Romantic Comedys (mit Außnahme von Tatsächlich…Liebe – so merkwürdig es klingt…) ging ich, jedoch vorbelastet vom Schnitt vom Abschlussfilm Verrückt/Verliebt, mit gemischten Gefühlen an diesen Film. Soviel sei verraten: Selten, um nicht zu sagen noch nie, hat es ein Film geschafft, meine Zweifel innerhalb der ersten 30 Sekunden und dazu noch bevor das erste Bild zu sehen ist, komplett wegzuwischen. Okay, doch, vielleicht. Einen ähnlichen Effekt hatte glaube ich damals Kill Bill, Vol. 1, der mich zum Tarantino-Jünger konvertiert hat. Aber eine Romantic Comedy, die mit der schriftlichen Botschaft „Any resemblance to people living or dead is purely accidental…“ gefolgt von „Especially you, Jenny Beckman…Bitch“, muss man einfach gern haben, oder?

Und somit beginnt ein Film, unkonventiell as can be – auch wenn die ersten Worte eines anonymen Märchenerzählers das Gegenteil behaupten: „Das ist eine Boy meets Girl-Geschichte…“ Dann lernen wir die beiden Protagonisten kennen. Boy: Tom, ein gutherziger Träumer, der von der großen Liebe besessen ist, und Girl: Summer (Zooey Deschanel), eine dunkelhaarige Schönheit, die weder an dauerhafte Beziehungen noch an die große Liebe oder Schicksal, glaubt.  Doch ehe wir in die eigentliche Handlung eintreten, gibt man uns zu bedenken: „Dies ist keine Liebesgeschichte…“

Die Geschichte selber verläuft non-linear. Es wird gesprungen zwischen verschiedenen Tagen innerhalb dieses 500-Tage Zyklus und damit werden die verschiedenen Etappen der Beziehung von Summer und Tom besucht. Eingeleitet wird jedes Kapitel (die manchmal nur Sekunden dauern) durch eine Grafik von einem Baum, der passend zum Befinden des Protagonisten zu einem Zeitpunkt in voller Blüte steht oder im nächsten karg und skelettiert einsam in der Landschaft steht. Zusätzlich informiert uns eine Zahl über den jeweiligen Tag. Ganz tarantino’esk beginnen wir am Ende, können mit diesem zunächst aber noch nicht viel Anfangen.

So ergibt sich aus einzelnen Puzzleteilen das Bild einer romantischen (aber keineswegs typischen) Beziehung, mit all ihren Höhen und Tiefen. Besonders zu begeistern wissen, neben der Leistung der Protagonisten, die vielen kuriosen und überraschenden Einfälle, Filmzitate und tiefgründige, mitreissende Musikuntermalung, die von The Smith bis Simon and Garfunkel und einer charmanten Karaokeperformance von Joseph Gordon-Levitt reicht. Wenn Tom z.B. nach der ersten Nacht mit seiner Holden musical-like zu You Make My Dreams von Hall & Oates durch L.A.’s Straßen tanzt und beim Blick in eine Windschutzscheibe ein spitzbübisch grinsender Han Solo zurückschaut, fühlt man sich einfach Zuhause. Warum? Weil damit Gedankenspiele Gestalt annehmen, die man sich in überschwinglichen Momenten bereits selber ausgemalt hat, aber nie auch nur entfernt erwartete, sie im Kino zu sehen.

Ohne zuviel zu verraten: Ich bin kein Fan von HSHEs (Hollywood-Standart-Happy-Ends), aber (500) Days of Summer endet versöhnlich, wenig pompös, wenn auch anders, als man annimmt. Würde ich nach einem Makel auf der sonst weißen Weste des Films suchen, wäre er höchstens hier zu finden.

Es ist kaum verwunderlich, dass (500) Days of Summer, wie zuvor bereits Brick, beim Sundance Filmfestival brillieren konnte und somit Zeichen für einen denkwürdigen, charmanten Independent-Streifen gesetzt hat. Hut ab!

Mr. Levitt, das ist dann ein weiterer Punkt an Sie. Vielleicht der Beginn einer wunderbaren Freundschaft…

straydogstraydogstraydogstraydog 

 

Immer nie am Meer

Posted in Studium with tags , , , on 5. November 2009 by Jarra

 

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