Archive for the Projekte Category

South Park

Posted in Projekte with tags , , , on 7. April 2010 by Jarra

Ich habe die Jahreszeit vergessen

Den trockenen Asphalt der Stadt

Wegen des Gesangs der Zikaden

Der überhand genommen hat

Kann man nichts hören

Weil alles in der flimmernden Luft verschwimmt

Kann man nichts sehen

Auf der verlassenen Kreuzung blickte ich plötzlich zurück

Alles was ich sah war dein Schatten

Auch als ich die Hand ausstreckte

Nur eine leichte Wärme

Die schnell wieder verschwand

Dann wieder nur leiser Wind

Der über meinen Rücken fuhr

Wir konnten uns nicht berühren

Wir konnten uns auch nicht ansehen

Führen unsere Wege dennoch in einem fernen Irgendwo zueinander?

Wir durchqueren einen Himmel voller Rätsel bis ins Jenseits der Nacht

Es bleibt unsichtbar

Auch wenn die Abendsonne brennend untergeht und in den Häusergruppen versinkt

Elvis Has Left The Building

Posted in Projekte with tags , , , , on 17. Dezember 2009 by Jarra

Mit gestriger kurzweiliger und amüsanter Weihnachtsfeier von Media Uno, geht das Jahr medial gesehen nun zu Ende. Es hat sich viel getan während der letzten 12 Monate und ich bin sicher, die nächsten 12 werden wieder viel Umwälzung bedeuten. 

Als Schmankerl gibt es heute die von mir geschnittenen, gestern premierten Outtakes der aktuellen Trödel-King Staffel 6 zu sehen. In der Hauptrolle selbstverständlich niemand geringeres als Roland ‚The King Himself‘ Beuge, dem wir ebenfalls einen denkwürdigen gestrigen Abend zu verdanken haben.

In diesem Sinnen euch allen da draußen ein paar besinnliche Tage, einen guten Rutsch, benehmt euch und tut nichts, was ich nicht auch tun würde! Wir lesen uns im neuen Jahr.

Ich bin dann mal weg…

Update: Aus rechtlichen Gründen musste das Video leider vom Netz genommen werden. Schade Schokolade!

Outbreak

Posted in Projekte with tags , , , , on 21. Oktober 2009 by Jarra

Zur Zeit bin ich damit beschäftigt, die junge Filmproduktion Cinema Ergo Sum zu unterstützen. Diese arbeitet an der Fertigstellung des Kino-Horrorthrillers Extinction – The G.M.O Chronicles, dessen Trailer (siehe unten) schon vor einiger Zeit für Aufruhr gesorgt hat. Zum Nachdreh vom 22.10. – 28.10. zeichne ich mich nun für das Making Of zum Film verantwortlich, wobei ich nicht nur mein eigenes Material vor Ort drehen werde, sondern auch Zugriff auf das Material vom Hauptdreh habe. Darauß ist bereits ein etwa 5 Minütiger Teamfilm entstanden, Extinction – Inteam, der sogleich auf Anklang stieß. Dieser wird dem gesamten Team bei Drehbeginn gezeigt. Das „große Fressen“ beginnt nach Drehabschluss, wenn ich wieder im Schnitt sitze.

Ergo verabschiede ich mich nun mal wieder für eine Woche und empfehle als Appetizer den angesprochenen Trailer.

Noch Fragen? Jörg?

 

Vodpod videos no longer available.  

 

Bad Boys Never Die

Posted in Projekte with tags , , on 1. Oktober 2009 by Jarra

Totgesagte leben länger. Pünktlich zum Abschluss des Studiums sind auch die finalen Arbeiten an Cold Finger, dem Kurzfilm von Kollege Andy Wiechert endlich abgeschlossen, nachdem der Dreh bereits 2008 in Aachen stattfand und ich als Tonmensch und als schweizer Gangster meinen Auftritt hatte. Schönes Ding!
 

Vodpod videos no longer available.

Potemkin

Posted in Projekte, Studium with tags , , , , , on 26. September 2009 by Jarra

Vogelfrei. Das war’s also. Die letzten Prüfungen sind gemeistert, jetzt noch das lange Warten auf die Ergebnisse und dann heißt es: Freiheit.

Das Studium ist vorrüber, die weite Welt steht uns offen. Die Abschlussfilme sind im Kasten und erfahren ihren Feinschliff. Einiges an Umbruch steht jetzt an, das Leben kommt in Gang – Lange Worte, kurzer Sinn: REVOLUTION!!

Der Oktober wird die ein- oder andere Überraschung parat haben, aber zur Feier des Tages (und um den Rahmen des Artikels zu schließen), folgend ein Quentchen (Vogel-)Freiheit – Viel Spaß mit der  Rock-Doku On The Rocks – Auf der Kippe, erstmals in voller Länge, in Farbe und bunt!

Death Race

Posted in Projekte, Studium with tags , , , , , , , on 3. September 2009 by Jarra

Finale, óle óle! Die nie enden wollende Geschichte der Menningmann Zwillinge, Part 3: Auf der Straße des Todes kommt zu spätem, aber immerhin zu verdientem Ruhm. Kürzlich angemeldet beim Digitalkamera Video Award auf Sevenload.de, hat es das kleine Filmchen aus meiner Feder und entstanden unter meiner Regie in die Top 10 und damit ins Finale gebracht. Ab jetzt entscheidet das Volk, also kräftig voten!

Donkey Punch

Posted in Projekte, Studium with tags , , on 29. Juli 2009 by Jarra

Der erste Abschlussfilm ist im Kasten. Die Produktion von Mule von Florian Bell hat rund um Laune gemacht und nun bleibt der Dinge zu harren, die da kommen. Weiter geht’s nämlich als Regieassistenz bei Kein Morgen von Dennis Becker und als Cutter bei Verrückt/Verliebt von Naomi Abe.

Jedoch folgend erst einmal ein kleines Produktionstagebuch zu Mule:

 

Montag, 20. Juli 2009

Die Abschlussbesprechung findet statt. Das Team ist soweit vollzählig, nur der Tonmann fehlt. Unser Lichtmann von der SAE verspricht uns, unseren Technikpark noch mit schmackhaften Leckerbissen aufzustocken. Ich bin mal gespannt. Ansonsten herrscht eigentlich Ruhe – die Tage sind gut durchgeplant, einige werden etwas längern, aber grundsätzlich alles im Rahmen des Machbaren – keine großen Teamumzüge oder kleine Zeitfenster, die uns noch bei Blues‘ Sky beinahe das Genick gebrochen haben. Abwarten. Donnerstag geht’s los.

 

Turn on the Lights!

Donnerstag, 23. Juli 2009

Ab dafür! Nachdem ich mich um 5 Uhr aus dem Bett gequält habe, geht es zum Brüssler Platz, wo der gesamte erste Tag in einer gemütlichen Wohnung stattfinden soll, die wir über unseren Produktionsassistenten und AL Michael Zschiesche bekommen haben. Regisseur Florian Bell sieht um diese Uhrzeit noch etwas zerknittert aus, kein Wunder bei diesen Zeiten. Anders Cutter und Script-Girl Christoph Tillmanns, der wie das junge Leben durch die Wohnung hüpft, was auch daran liegen mag, dass er erst um halb 11 auftaucht. Da ist Kameramann Christian Glassl mit seinem Assi Daniel Saegebarth (folgend als Daniel I bezeichnet) und Produktionshelfer Daniel Schleicher (folgend als Daniel II bezeichnet) schon lange damit beschäftigt eine schöne Ausleuchtung für die Szene zu schaffen, in der Protagonist Mule mit seiner Freundin auf dem Sofa liegt und die Welt noch in Ordnung ist. Währenddessen kümmert sich Produzentin Sarah Budke mit Unterstützung der beiden Praktikantinnen Verena Becker und Melanie Rumpf um das erste Frühstück des Tages, sowie schwarzes Gold in Form von Kaffee. Nach und nach trudelt der Rest vom Team ein: Die Maske aus Frankfurt, Sovena Ochs, Kostüm Sissy Papadopoulou mit Assistentin Laurine Grzybinski, Mules Freundin, dargestellt von Franziska Lehmann, die wir noch aus der Theaterakademie Köln kennen, sowie Mule himself, Michael Behrend. Und wer fehlte da noch? Genau, der Lichtmann von der SAE mit seinem gewaltigen Technikpark. Es wäre wohl nicht zuviel verraten, wenn ich an dieser Stelle sage, dass wir nie wieder etwas von ihm gehört haben. Vermutlich hat er sich doch umentschieden und ist Feuerwehrmann geworden. Ein weiterer fehlt: Der Ton. Freude am Set, vor allem bei mir, da ich somit alle Hände voll zu tun habe als Tonmann einzuspringen und meine Rolle als Regieassistenz zu vernachlässigen.

Der Tag verläuft nach Plan, und nach einer Menge Schweiß und Blut…hauptsächlich aber Schweiß (bei gefühlten 60 Grad im geschlossenen Wohnzimmer), sind die ersten Szenen im Kasten. 5 Days more to go.

 

Plansequenz im Zigeunerwagen

Freitag, 24. Juli 2009

Im Vergleich zum gestrigen Drehtag, erscheint der heutige gerade zu verlockend simpel und entspannt. Wir besuchen eine Bar in Ehrenfeld, in der gerade einmal zwei Bilder abgedreht werden sollen. Mules Ankunft, Mules Abgang. Keine Dialoge, keine Schnitte, Plansequenzen in Reinform. Aber genau darin besteht die Herausforderung.

Pünktlich um 9 trifft das Team vor dem Zigeunerwagen in der Geisselstraße zusammen. Ernüchterung: Es beginnt zu regnen wie aus Kübeln. Schlechte Aussichten fürs Wochenende, an dem komplett unter freiem Himmel gedreht werden soll. Geschlagene 30 Minuten später, die wir unter der Überdachung der FilmFamilie verbringen, wird die Kneipe eröffnet und der Arbeitstag beginnt. Zusätzliche Unterstützung bekommen wir von Oberbeleuchter Dennis Becker. AL Michael geht hinter der Theke als Barkeeper auf und beschert und ein Schlückchen Gerstensaft und einen Kaffee als Absacker. Besonders hervortun, neben der glanzvollen und überzeugenden Performance von Mule/Michael, kann sich vor allem Christoph als „Barvolk“, der sich für die Produktion opfert und ein Bier nach dem anderen kippt. Sehr authentisch.

Da sich die Bar im Laufe des Tages immer weiter füllt, sehen wir bald davon ab, noch zusätzliche Nur-Ton-Aufnahmen zu machen, zumal wir den Zeitplan ohnehin leicht überziehen. Immerhin kommt die Sonne heraus und lässt auf trockene Folgetage hoffen. Aber vom Ton-Mann, immer noch keine Spur…

 

"We're from the movies - we need money..."

Samstag, 25. Juli 2009

Dass das Wetter nicht hält, was es verspricht, wird uns am Set allen schnell klar. Trotz einigen Sonnenstrahlen, bläßt am Dom ein rauer Wind, unter dem vor allem Sissy, Laurine und Sovena zu leiden haben und die flanierenden Touristen um Jacken anbetteln. Währenddessen befindet sich Mule im Taxi von Fahrer Dirk Heinrichs, dessen tiefe markante Stimme für Gänsehautfeeling innerhalb der Szene sorgt. Gegen Mittag wird zum Neumarkt umgezogen. Während sich der Rest vom Team bereits über das von Sarah zubereitete, reichhaltige Catering auf offener Straße  her macht, drehen Regie, Kamera und die beiden Darsteller eine Runde nach der anderen um den Neumarkt, so dass uns bereits vom Zuschauen schwindlig wird. Dann kommen irgendwann leider dunkle Wolken auf und der Rest des Tages fällt größtenteils ins Wasser.

 

Rot stehen, grün gehen!

Sonntag, 26. Juli 2009

Heute kommt ein stuntreicher Tag auf uns zu. Zunächst überfahren wir (genaugenommen Sarah und Christoph) fast den guten Mule am Hansaring (natürlich bis ins kleinste Durchgeplant), nachdem dieser beim Treffen auf Krawattenmann Björn Gödde in seine eigene Welt abgetaucht ist, dann gibt es eine handfeste Schlägerei in der Lichtstraße vor der Live Music Hall mit Thorben Bartholomay. Heute verlangt Florian wirklich alles von seinen Schauspielern ab, ebenso wie von seinem Team, das bei bestem Wetter und schweißtreibenden Temperaturen dem Drehplan hoffnungslos hinterher hinkt. Aber sowas trübt nicht den Arbeitseifer. Lediglich, als es nach der Lichtstraße noch einmal weiter gehen soll, sorgt eine rücksichtslose Taxifahrerin, die in unser Produktionsauto eine Beule fährt, für leichte Resignation am Arbeitsplatz.

 

Regiebesprechung

Montag, 27. Juli 2009

Ich muss gestern beim Dreh umgekommen sein, denke ich mir, als ich das paradiesische Set des heutigen Tages im Herzen von Longerich sehe. Ein großzügiger Garten mit Pool läd zum plantschen ein (wie Sissy mehr oder weniger freiwillig feststellt), eine Sitzecke zum entspannen und das „Poolhaus“ wartet mit allerlei Leckereien auf. Dabei könnte man fast vergessen, dass im kleinsten Raum des Anwesens, dem „Chef Büro“ schwer gearbeitet wird. Auf wenigen Quadrathmetern erhält hier Mule vom Boss und Schwiegervater in spee (Harry Wolff) einen folgeschweren Auftrag übermittelt. Der letzte soll es sein. Film noir Atmosphäre liegt in der Luft. Aber nicht nur die, sondern nach kurzer Zeit auch bereits ein wenig angenehmer Geruch: Dicke Luft in der Luft. Der verbrauchte Sauerstoff macht die Szene aufgrund schwindender Konzentration zur Herausforderung, aber (fast) pünktlich um 17 Uhr können wir das Feld räumen. Dank gebührt der lieben Familie, die dieses wuselige Filmteam gerne ertragen hat.

 

Das versammelte Team

Dienstag, 28. Juli 2009

Schon ist der letzte von sechs intensiven Tagen gekommen. Heute führt uns der Plan nach Mühlheim ins Palladium. Doch nicht etwa in den weitläufigen Konzertsaal sondern die mindestens ebenso weitläufigen Toiletten. Hier trifft Mule auf seine Kollegin (Anna Kugel), und eins ist klar: Nur einer von beiden wird diesen Ort lebend verlassen. Ein großer Spaß ist die Rummatscherei mit Kunstblut, noch ein Stück größer als der Spaß, das Zeug wieder von den Wänden zu kriegen. Nach Abdreh der Location wird standesgemäß ein Teamfoto geschossen, bevor Kameramann Chris, Regie Florian und Hauptdarsteller Michael noch einmal aufbrechen, um letzte Mood Bilder aufzunehmen, die in den vergangenen Tagen zeit -oder wetterbedingt auf der Strecke bleiben mussten.

Abends trifft man sich dann, verdientermaßen, am Aachener Weiher und lässt die vergangenen Tage revue passieren. Eine tolle Zeit liegt hinter uns, also bleibt dem Regisseur nichts weiter übrig, als ein letztes Wort an uns zu richten: „Drehschluss!“ 

Ach ja, man stelle sich vor: Am 5. Drehtag war er dann da. Nein, nicht der Lichtmann von der SAE, sondern unser Ton-Held Tamim Haron. Ende gut, alles gut.